Greuther Fürth: Nicht mehr abhängig von Daniel Keita-Ruel

Torgefahr verteilt sich auf mehrere Akteure

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 16.12.19 | 10:12
Daniel Keita-Ruel

Daniel Keita-Ruel ist im Fürther Angriff nicht mehr gesetzt. © imago images / Zink

Vergangene Saison geriet Greuther Fürth zwischenzeitlich auch deshalb in Abstiegsgefahr, weil Daniel Keita-Ruel nach starkem Start seine Treffsicherheit abhanden gekommen ist. Am Ende reichte es zwar doch zum einigermaßen souveränen Klassenerhalt, doch mit dem 1. FC Magdeburg (35 Tore) unterbot nur einer der beiden Absteiger die mageren 37 Fürther Saisontreffer.

Die Abhängigkeit von Keita-Ruel und die insgesamt fehlende Torgefahr zusammengenommen mündeten im Sommer in die Entscheidung, sich offensiv mit gestandenen Profis zu verstärken. Während Marvin Stefaniak abgesehen von einem Assist noch nicht die erhoffte Rolle spielt, haben Branimir Hrgota und Havard Nielsen eingeschlagen und die SpVgg deutlich gefährlicher sowie schwerer ausrechenbar gemacht.

Hrgota führt mit sieben Treffern und einer Vorlage die interne Scorerwertung an, in der für Nielsen immerhin zwei Tore und drei Assists zu Buche stehen. Weil auch Keita-Ruel (fünf Tore, zwei Vorlagen) nach zehn Toren im letzten Spieljahr wieder eine gute Quote aufweist und der aktuell verletzte Julian Green mit bereits vier Treffern an Torgefährlichkeit zugelegt hat, ist die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl weitaus breiter aufgestellt.

Auch Mohr und Leweling sorgen für Torgefahr

Erst recht, weil Tobias Mohr wieder nahe an seiner Top-Form spielt und am Wochenende beim 5:1-Kantersieg in Karlsruhe nicht nur seine fünfte Vorlage, sondern auch seinen ersten Saisontreffer verbuchen konnte. Hinzu kommt noch Youngster Jamie Leweling, der mit zwei Treffern und einem Assist an den letzten beiden Spieltagen immer wertvoller wird und vor dem Durchbruch steht.

Ligaweit haben zwar acht Vereine mehr Treffer erzielt als die SpVgg, doch im Vergleich zur vergangenen Spielzeit ist die aktuelle Ausbeute definitiv ein Fortschritt. Und mit acht Toren alleine in den beiden letzten Spielen ist die Tendenz überaus positiv – bemerkenswert, dass Keita-Ruel beim 3:1 gegen den VfL Bochum lediglich in den letzten zehn Minuten und in Karlsruhe gar nicht auf dem Feld stand. Die Abhängigkeit vom 30-jährigen Mittelstürmer scheint zumindest für den Moment der Vergangenheit anzugehören.