Greuther Fürth: Pokal-Coup als Krönung eines starken Halbjahres

Kleeblatt bleibt auswärts weiter unbesiegt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 23.12.20 | 07:20
Marco Meyerhöfer

Treffer im Spiel und im Elfmeterschießen: Marco Meyerhöfer. © imago images / Schreyer

Greuther Fürth hat in diesem Jahr an Weihnachten trotz einer nur kurzen Verschnaufpause reichlich Grund zur Freude. Die Zwischenbilanz der Franken fällt mit Tabellenplatz drei in der Liga und dem an gestrigen Dienstag gelungenen Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals überaus positiv aus. Dabei konnte das gute Abschneiden in der Liga ebenso wenig erwartet werden wie der Pokal-Coup bei der TSG 1899 Hoffenheim, mit dem das Kleeblatt in allen Pflichtspielen auf fremdem Platz anno 2020 ungeschlagen geblieben ist.

Nachdem Paul Seguin noch in der vierten Minute der Nachspielzeit mit einem vergebenen Elfmeter die große Chance ausließ, bereits in der regulären Spielzeit mit 3:2 in Hoffenheim bzw. Sinsheim zu gewinnen, hatte das Kleeblatt letztlich im Elfmeterschießen inklusive eines Treffers des wieder angetretenen Seguin das bessere Ende für sich.

„ In der Summe ein absolut verdienter Sieg für uns. ”
Stefan Leitl

Und dieser Erfolg ging durchaus in Ordnung, wie nicht nur Stefan Leitl auf der Vereinshomepage analysierte: „Vor allen Dingen macht’s uns sehr stolz, dass wir die Partie auch auf ein gewisses Niveau gehoben haben mit der Art und Weise, wie wir heute Fußball gespielt haben. Kompliment für eine unheimlich couragierte und mutige, freche Herangehensweise. In der Summe ein absolut verdienter Sieg für uns“, so Fürths Trainer, der in der Tat damit zufrieden sein durfte, wie seine Mannschaft einem Bundesligisten in spielerischer Hinsicht Paroli geboten hat.

Burchert macht seinen Fehler wieder gut

Bemerkenswert auch, dass sich die SpVgg in ihren mutigen Spielweise auch nicht vom frühen Rückstand aus der Bahn werfen ließ, als Torwart Sascha Burchert im Aufbauspiel ein Fehlpass unterlief, den Hoffenheim eiskalt nutzte. Umso mehr freute sich Leitl darüber, die eigene Spielidee bis zur letzten Sekunde durchgezogen zu haben: „Wenn du in der Verlängerung stehst in der 120. Minute und deine Jungs spielen trotzdem noch von hinten raus und kreieren sich eine Torchance, hat das schon viel mit Überzeugung zu tun.“

Keeper Burchert hatte seinen Schnitzer indes schnell abgehakt und trug mit einem gehaltenen Elfmeter von Melayro Bogarde, zu dem noch zwei Hoffenheimer Fehlschüsse über das Tor bzw. an die Latte kamen, doch noch seinen Teil zum Weiterkommen bei. Der erfahrene Schlussmann freute sich anschließend einerseits über die Pause, richtete aber auch direkt einen zuversichtlichen Blick auf die Fortsetzung der Saison: „Wir wollen jetzt durchatmen und dann sind wir froh, dass es relativ zeitig weiter geht.“

Das ist für die SpVgg der Fall, wenn am 3. Januar der FC St. Pauli am Ronhof gastiert.