Greuther Fürth: Rote Laterne als Warnung

37,8 Prozent der Tabellenletzten nach dem ersten Spieltag sind abgestiegen

Stefan Leitl

Stefan Leitl weiß sicherlich um die Bedeutung der beiden nächsten Spiele. © imago images / Eibner Europa

Bei der 0:2-Auftaktniederlage gegen Erzgebirge Aue war fraglos eine ordentliche Portion Pech dabei. Nichtsdestotrotz stehen für Greuther Fürth ein Fehlstart und nach dem ersten Spieltag der letzte Tabellenplatz zu Buche. Letzterer besitzt zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison natürlich noch keine große Aussagekraft, sollte aber dennoch als Warnung dienen.

Denn in den 37 Jahren, in denen die 2. Bundesliga eingleisig spielte, stiegen 14 Teams und damit 37,8 Prozent der Mannschaft ab, die nach dem ersten Spieltag das Tabellenende zierten. Arminia Bielefeld 2003/04 schaffte es freilich noch auf den zweiten Platz und stieg ebenso auf wie der TSV 1860 München 1993/94 als Tabellendritter. Der 1. FC Nürnberg kletterte 2015/16 auch noch auf Rang drei, scheiterte aber in der Relegation an Eintracht Frankfurt.

Auch das erste Schlusslicht der vergangenen Saison hatte mit dem Abstieg nichts zu tun. Der Hamburger SV schüttelte die 0:3-Auftaktpleite gegen Holstein Kiel rasch ab und schien bis zu seinem Einbruch im Frühjahr auf dem besten Weg zurück in die Bundesliga. Ein Jahr zuvor allerdings musste der 1. FC Kaiserslautern, nach einem 0:3 beim 1. FC Nürnberg erster Tabellenletzter, den Gang in die Drittklassigkeit antreten.

Nach dem Auftakt wartet ein happiges Programm

Basierend auf diesen Statistiken muss man sich in Fürth noch nicht die ganz großen Sorgen machen, sollte den Fehlstart aber durchaus als Warnung betrachten. Am Freitag beim FC St. Pauli und danach zu Hause gegen Jahn Regensburg sind Punkte für die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl fast schon Pflicht.

Weniger, weil bislang 51,4 Prozent der Tabellenletzten nach dem zweiten Spieltag und 59,5 Prozent der Schlusslichter nach dem dritten Spieltag abgestiegen sind, sondern wegen eines danach sehr schwierigen Programms. Vom vierten bis zum neunten Spieltag muss Fürth viermal auswärts ran und das bei Hannover 96, Arminia Bielefeld, beim VfB Stuttgart und beim Hamburger SV, wo die Trauben jeweils hoch hängen dürften.

Um am sechsten Spieltag zu Hause gegen Wehen Wiesbaden und am achten Spieltag gegen Holstein Kiel nicht schon extrem unter Druck zu stehen, wären mindestens drei Punkte aus den kommenden beiden Partien enorm wichtig.

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