Greuther Fürth: Stefan Leitl wünscht sich mehr Qualität

Die Corona-Tabelle als Warnung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 05.07.20 | 07:55
Stefan Leitl

Seit Februar 2019 in Fürth: Stefan Leitl. © imago images / Joachim Sielski

Gemessen an den im Vergleich zu einigen anderen Klubs doch deutlich geringeren wirtschaftlichen Möglichkeiten kann man bei Greuther Fürth mit dem neunten Platz zufrieden sein, mit dem die Saison 2019/20 jenseits von Gut und Böse abgeschlossen wurde. Dass in der Corona-Tabelle nach dem Re-Start im Mai acht Punkte aus neun Spielen gemeinsam mit Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg die schwächste Ausbeute waren, dürfte bei der Analyse indes auch nicht unter den Tisch fallen.

Neue Qualität wird gesucht
„ Wir brauchen Spieler, die uns besser machen. ”
Trainer Stefan Leitl

Trainer Stefan Leitl zeigte sich denn auch gegenüber der Nürnberger Zeitung nicht vollends zufrieden mit der beendeten Spielzeit und machte keinen Hehl daraus, besser werden zu müssen. Trotz des Wissens um die durch die Auswirkungen der Corona-Krise nochmals schwieriger gewordene Suche nach Verstärkungen wünscht sich der Kleeblatt-Coach neue Qualität für die angestrebte, aktive Spielweise: „Wir brauchen Spieler, die uns besser machen. Wir wollen ja nicht nur auf Fehler des Gegners warten, sondern selbst nach Lösungen suchen.“

Leitl will Führungsspieler entwickeln

Leitl zielt mit seiner Aussage allerdings nicht nur auf die reinen fußballerischen Fähigkeiten ab: „Qualität ist ein großes Wort und kann viel beinhalten, in verschiedensten Formen. Nicht nur die sportliche Qualität, die über allem steht. Welche Werte bringt ein Spieler mit in die Kabine? Darauf müssen wir besser achten“, so der Coach, der sich mehr Spieler wünscht, die auf dem Feld vorangehen.

In dieser Hinsicht nimmt sich Leitl auch selbst in die Pflicht und hofft, dass sich auch im bereits vorhandenen Kader Führungsspieler finden lassen. „Wir haben viele Spieler, die Profis auf dem zweiten Bildungsweg sind. Sie müssen wir auch dahin entwickeln, das geht nur über viel Vertrauen und Spielminuten.“

Der Schritt zum Leader zuzutrauen wäre grundsätzlich einigen Akteuren. Insbesondere das Mittelfeld-Trio Paul Seguin, Sebastian Ernst und Julian Green dürfte in der kommenden Saison noch mehr gefragt sein, neben Keeper Sascha Burchert und Abwehrchef Mergim Mavraj Verantwortung zu übernehmen.