Greuther Fürth: Was wurde aus den Abgängen 2020?

Das machen Sauer, Wittek & Co.

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 16.11.2020 | 15:56
Daniel Keita-Ruel

Daniel Keita-Ruel musste zuletzt beim SV Sandhausen auf der Bank Platz nehmen. ©Imago images/Zink

Konstanz am Ronhof. Ganz langsam drehte sich das Fürther Transferkarussell im Sommer – der momentane Erfolg der SpVgg gibt den Verantwortlichen recht. Wie aber läuft es für die Ex-Kleblätter? Wir haben uns umgeschaut:

Maximilian Wittek:
Der gebürtige Freisinger ist Teil der wohl größten niederländischen Überraschungsmannschaft. Mit Vitesse Arnheim belegt Wittek derzeit Tabellenplatz zwei. Wittek beackert dabei als Stammspieler die linke Außenbahn. Ausgerechnet gegen Traditionsklub PSV Eindhoven schlug seine große Stunde: Mit zwei Torvorlagen Witteks bezwang Arnheim die PSV und machte damit klar, dass Vitesse auch die Großen ärgern kann.

Daniel Keita-Ruel:
Dem Ruf seines ehemaligen und jetzigen Trainers Uwe Koschinat folgend, geht Keita-Ruel bekanntlich in Sandhausen auf Torejagd. Ein Dreierpack am ersten Spieltag – besser hätte sein Einstand nicht laufen können. In der Folge allerdings konnte Keita-Ruel seine Stärken immer weniger einbringen. Zuletzt gegen Braunschweig verzichtete Koschinat das erste Mal auf seinen Schützling in der Startformation.

Maximilian Sauer:
„96 Zweitliga-Spiele sind eine Hausnummer“ frohlockte Duisburgs Sportdirektor Ivica Grlic bei der Verpflichtung Sauers, der folgerichtig als Stammspieler stets auf dem Platz stand. Torsten Lieberknecht kannte Sauer bereits aus Braunschweig – mittlerweile musste Lieberknecht allerdings seinen Hut nehmen. Seinen Stammplatz dürfte Sauer dennoch sicher haben, auch wenn es beim MSV angesichts Drittliga-Tabellenplatz 18 alles andere als rund läuft.

Kenny Prince Redondo:
FCK-Trainer Jeff Saibene schenkt dem Flügelspieler das Vertrauen, lässt ihn meist auf dem linken Flügel ran. Zwei Vorlagen gelangen ihm gegen den FSV Zwickau – mehr Assists hatte Redondo in einer Saison noch nie. Die Spielpraxis tut dem ehemaligen Haching-Talent sichtlich gut.

Alexander Lungwitz:
Beim Defensivmann ist es nur ein Abschied auf Zeit, er ist zu den Bayern Amateuren ausgeliehen. Dort soll er nach dem Willen von SpVgg-Geschäftsführer Rachid Azzouzi Spielpraxis sammeln. Das gelang zunächst noch gut, fünf Startelf-Einsätze sammelte er vom zweiten bis zum sechsten Spieltag der dritten Liga. Überzeugen konnte Lungwitz allerdings nicht und so legte der FCB personell nochmal nach: Remy Vita wechselte an die Isar und ist bei der zweiten Mannschaft gesetzt.

Marvin Stefaniak:
Nach seiner Leihe im Sommer kehrte Stefaniak zunächst nach Wolfsburg zurück, wurde von dort allerdings direkt zu Dynamo Dresden weiterverliehen. Zuletzt stand er dort als klassischer „Zehner“ auf dem Platz, genoss viele Freiheiten und präsentierte sich umtriebig. Auch die Standards riss er bereits an sich. Auf einen Scorer-Punkt muss der Offensivmann allerdings noch warten.

Felix Beijmo:
Im Sommer zu Werder Bremen zurückgekehrt, beendete der SVW das Missverständnis und ließ Beijmo zu Malmö FF ziehen. Beim von Ex-Milan-Angreifer Jon Dahl Tomasson trainierten 20-maligen schwedischen Meister ist der Rechtsverteidiger allerdings auch nur Ergänzungsspieler, wurde bislang zweimal eingewechselt.

Marco Caligiuri:
Nach seinem Karriereende wollte der Ex-Kapitän zunächst Abstand gewinnen, Pläne für die Zukunft seien aber bereits gemacht, wie er dem Kicker verriet. „Ich werde emotional immer verbunden sein mit diesem Verein“, so Caligiuri über die SpVgg.

Wen haben die anderen Klubs verabschiedet? Hier geht’s zu den bisher erschienen Abgängen 2020.