Hannover 96: Ein teuer bezahlter Sieg?

Drei verletzungsbedingte Auswechslungen in Darmstadt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 12.04.26 | 07:15
Nach einer knappen Stunde verletzt vom Feld: Maik Nawrocki. © IMAGO / DeFodi Images

Nach einer knappen Stunde verletzt vom Feld: Maik Nawrocki. © IMAGO / DeFodi Images

Hannover 96 hat am Samstag beim zuvor zu Hause noch ungeschlagenen SV Darmstadt 98 einen Big-Point-Sieg im Aufstiegsrennen gelandet. Mit dem Erfolg am Böllenfalltor zog 96 an den Lilien vorbei und kletterte zumindest für eine Nacht auf den dritten Platz. Unabhängig davon, ob die Mannschaft von Trainer Christian Titz dort verweilt und/oder gegebenenfalls der Rückstand auf Rang zwei von aktuell nur einem Punkt durch die restlichen Partien des Spieltages am Sonntagnachmittag wieder anwächst, war die Hannoveraner Freude nicht ungetrübt.

Denn mit Benedikt Pichler noch vor sowie Maik Nawrocki und Stefán Teitur Thórdarson nach der Pause mussten gleich drei Akteure verletzungsbedingt vom Feld: „Leider mussten wir gezwungenermaßen wechseln. Wir haben drei große Kopfballspieler rausgenommen. Hinten raus kann es dann noch mal eng werden. Aber man muss sagen, dass die Jungs es über die komplette Spielzeit sehr gut gemacht haben“, sprach Titz zum einen zwar den Nachrückern via Vereinshomepage ein Kompliment aus, dürfte zum anderen aber dennoch hoffen, dass sich nicht alle Befürchtungen bestätigen.

Nawrocki droht das Saison-Aus

Insbesondere bei Nawrocki, der zuletzt in sehr guter Form war und sich zum Eckpfeiler in der Abwehrreihe aufgeschwungen hat, droht eine Hiobsbotschaft. „Es ist stark reingezogen. Ich kann mir vorstellen, es kann Richtung Muskelfaserriss gehen“, äußerte Titz gegenüber Bild einen Verdacht, dessen Bestätigung im schlechtesten Fall das Saison-Aus des von Celtic Glasgow bislang nur ausgeliehenen Innenverteidigers bedeuten könnte.

Umso schmerzhafter wäre ein Ausfall von Nawrocki, weil mit Boris Tomiak der etatmäßige Abwehrchef nach einer Ellenbogen-OP noch Zeit benötigt. Immerhin gab es aber Entwarnung bei Thordarson, dessen muskuläre Probleme wohl keinen schwerwiegenden Hintergrund haben. Mit dem Isländer im Mittelfeld hätte Trainer Titz im Endspurt die Möglichkeit, Enzo Leopold wie im letzten Heimspiel gegen die SV Elversberg (1:1) ins Abwehrzentrum zu ziehen.

Abzuwarten gilt es bei Angreifer Pichler, der früh einen Schlag auf die Wade erhielt und Schmerzen im Bereich der Achillessehne hat. Ob dem 28 Jahre alten Österreicher eine längere Zwangspause bevorsteht, werden die anstehenden Untersuchungen zeigen.

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