Hannover 96: Lars Gindorf lässt seine Zukunft offen
Leihspieler ragt bei Alemannia Aachen heraus
Herausragende Saison bei Alemannia Aachen: Lars Gindorf. © IMAGO / foto2press
Auch wenn die 1:2-Niederlage am Wochenende gegen die SpVgg Greuther Fürth ein unerwarteter Rückschlag war, liegt Hannover 96 als Tabellenfünfter mit jeweils drei Punkten Rückstand auf die Ränge zwei und drei weiterhin aussichtsreich im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga.
Davon, ob der Sprung ins Oberhaus wie erhofft gelingt, hängt natürlich auch die Planung für die neue Saison ganz entscheidend ab. Möglicherweise auch die Zukunft von Lars Gindorf, der von 96 an Alemannia Aachen verliehen ist und dort mit 20 Toren und zehn Vorlagen in 25 Einsätzen zum herausragenden Akteur der 3. Liga avanciert ist.
Man darf davon ausgehen, dass Gindorf mit seinen Leistungen im Trikot der Alemannia vielerorts Interesse geweckt hat, doch vertraglich gebunden ist der 24-Jährige noch bis 2027 an Hannover 96. Dass der variabel einsetzbare Offensivmann ab dem 1. Juli seinen Dienst wieder am Maschsee antritt, ist momentan aber keineswegs sicher.
Gindorf spürt in Aachen „extremes Vertrauen“
„Vor der Saison war es so, dass ich nicht richtig ins System gepasst habe“, blickte Gindorf nun im 4zu3 – der 3. Liga Podcast noch einmal auf den Start der laufenden Spielzeit unter Trainer Christian Titz zurück und nicht zuletzt deshalb auch etwas skeptisch auf eine Zukunft bei 96: „Es läuft sehr gut bei Hannover, es stehen andere im Vordergrund, die um den Aufstieg spielen. Wenn es schon davor nicht geklappt hat, wer weiß ob es im Sommer klappt. Deswegen mal schauen, was dann passiert.“
Zwischen den Zeilen ließ Gindorf durchklingen, bei 96 auch nicht immer den nötigen Rückhalt gespürt zu haben: „Ich weiß, was ich kann und ich weiß auch, dass ich bei meinem Stammverein vielleicht mehr hätte zeigen können, mit mehr Selbstvertrauen oder wenn ich mehr Vertrauen bekommen hätte.“
In Aachen hingegen stellt sich die Situation völlig anders dar: „Ich hab ein extremes Vertrauen vom ganzen Umfeld, von der Mannschaft und vom Trainer. Vielleicht macht das unterbewusst auch etwas aus, dass man sich mehr zutraut“, so Gindorf, der einen Verbleib am Tivoli zumindest nicht vollends ausschloss: „Als Fußballer will man immer den nächstbesten Schritt gehen, aber wenn ich nur vom Herzen entscheiden müsste, wäre die Alemannia ein Thema.“
Freilich ist kaum vorstellbar, dass der gebürtige Saarländer auch kommende Saison drittklassig spielen wird. Sollte Gindorf keinen neuen Anlauf in Hannover nehmen (wollen), dann winkt 96 bei einem Verkauf aber zumindest eine ordentliche Ablöse.
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