Hannover 96: Marko Marin einer von drei Kandidaten als neuer Sportchef

Ex-Nationalspieler aktuell bei Roter Stern Belgrad

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 06.11.26 | 07:09
© IMAGO / Starsport

Seit vier Jahren in Belgrad tätig: Marko Marin. © IMAGO / Starsport

Eine knappe Woche nach der Trennung von Jonas Boldt, der nach nur fünf Monaten seinen Posten als Geschäftsführer Sport schon wieder räumen musste, läuft bei Hannover 96 die Suche nach einem neuen starken Mann für den sportlichen Bereich auf Hochtouren. Geht der von Aufsichtsratsboss Martin Kind skizzierte Zeitplan auf, laut dem der Boldt-Nachfolger schon Mitte November beginnen soll, ist eine Entscheidung nicht mehr in weiter Ferne.

Während in der Öffentlichkeit zunächst Namen wie Sebastian Schuppan (RB Leipzig), Timmo Hardung (Eintracht Frankfurt) oder Tim Steidten (1. FC Köln) die Runde machten, hat Kind angedeutet, sich mit Kandidaten zu beschäftigen, die nicht sofort ins Auge stechen.

Unter den drei Kandidaten, die es dem Vernehmen nach in die engere Wahl geschafft haben, befindet sich so nach Informationen von Sky offenbar Marko Marin. Der 37-Jährige hat seine aktive Karriere 2022 bei Ferencvaros Budapest beendet und dann direkt in leitender Position die Scouting-Abteilung von Roter Stern Belgrad übernommen. Im April 2023 stieg Marin beim serbischen Rekordmeister, für den der Ex-Nationalspieler von 2018 bis 2020 auch selbst spielte, dann zum Technischen Direktor auf und hat sich in dieser Rolle über Serbien hinaus einen guten Ruf erarbeitet.

Noch kein klarer Favorit

Kind soll Marin sehr schätzen, der sich laut Sky aktuell aber nicht in der Pole Position befinden soll. Vielmehr werden alle drei Kandidaten derzeit noch intensiv geprüft, mit einem offenen Ausgang.

Für Marin wäre ein Engagement in Hannover nach langen Jahren im Ausland die Rückkehr in den deutschen Fußball. 2012 verließ der noch in Ex-Jugoslawien geborene Deutsch-Serbe Werder Bremen in Richtung FC Chelsea und spielte in der Folge nicht nur in Ungarn und Serbien, sondern auch in Spanien, der Türkei, Belgien, Griechenland und Saudi-Arabien – und besitzt auch deshalb ein breites Netzwerk mit Nutzen für seinen aktuelle Tätigkeit.

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