Hannover 96: Schnelles Aus von Jonas Boldt möglich
Offenbar interne Zweifel am Geschäftsführer
In der Kritik: Jonas Boldt. © IMAGO / DeFodi Images
Nach nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen unter dem neuen Trainer Sandro Wagner steckt Hannover 96 noch tiefer in der Krise als vor dem Amtsantritt des 38-Jährigen, der es bisher nicht geschafft hat, den erhofften Umschwung in die Wege zu leiten. Immerhin bietet sich bereits am Mittwoch in der zweiten Runde des DFB-Pokals zu Hause gegen den 1. FC Kaiserslautern die nächste Chance, es besser zu machen – allerdings sind die formstarken Pfälzer alles andere als ein einfacher Gegner.
Im Kerngeschäft 2. Bundesliga ist 96 am Wochenende auf Relegationsplatz 16 abgerutscht und wird nur durch drei Tore von Schlusslicht Darmstadt 98 getrennt. Gedanken an den Aufstieg, der eigentlich das Saisonziel war, verbieten sich angesichts dieser Lage von selbst. Vielmehr geht es in den nächsten Wochen erst einmal um Stabilität und die Erarbeitung einer passablen Ausgangsposition bis Weihnachten.
Boldt als Missverständnis?
Zum Start ins neue Jahr würde Geschäftsführer Jonas Boldt die Wintertransferperiode dann gerne nutzen, um an der einen oder anderen Stelle nachzubessern. Der 44-Jährige soll sich so intern bereits um zusätzliche Gelder für winterliche Verstärkungen bemühen. Allerdings ist im Moment keineswegs mehr sicher, dass Boldt überhaupt im Januar noch in der Verantwortung steht.
Nach Informationen der Bild soll Hauptgesellschafter und Aufsichtsratsboss Martin Kind alles andere als begeistert von der Entwicklung sein und auch nicht wirklich erfreut zur Kenntnis genommen haben, dass Boldt vergangene Woche vor dem mit 0:2 verlorenen Derby in Braunschweig einen Kurzurlaub eingeschoben hat. Intern gibt es basierend darauf laut Bild große Zweifel an Boldt, der erst seit dem 1. Juni offiziell im Amt ist. Die Rede soll bereits von einem Missverständnis sein, das schnell wieder beendet werden könnte.
Klar scheint, dass die nächsten Wochen von enormer Bedeutung für den Verein sind. Bleiben die erhofften Ergebnisse weiter aus, könnte es für Boldt eng werden und unter Umständen auch schon wieder für Wagner, während Sportdirektor Ralf Becker ohnehin nur noch einen Vertrag bis Saisonende besitzt. Dass sich 96 auf der Ebene der sportlichen Leitung wieder einmal komplett neu aufstellen muss bzw. wird, scheint kein völlig unrealistisches Szenario mehr zu sein.
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