Hannover 96: Mehr Macht für Ralf Becker und Christian Titz?

Nach dem überraschenden Aus von Jörg Schmadtke

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 23.03.26 | 07:20
© IMAGO / DeFodi Images

Seit vergangenem Sommer 96-Trainer Christian Titz. © IMAGO / DeFodi Images

Weil sich der SV Darmstadt 98 und der FC Schalke 04 mit 1:1 trennten, hat Hannover 96 am Wochenende immerhin auf zwei Konkurrenten im Aufstiegsrennen Boden gut gemacht. Mit dem 1:0.Derbysieg gegen Eintracht Braunschweig verkürzten die Roten ihren Rückstand auf die Plätze zwei und drei auf nur noch zwei Zähler, sind damit vor der heißen, noch sieben Spieltage umfassenden Schlussphase in Schlagdistanz.

Um für die nach der Länderspielpause direkt anstehenden Sechs-Punkte-Spiele gegen die SV Elversberg und bei Darmstadt 98 einigermaßen im Rhythmus zu bleiben, absolviert die Mannschaft von Trainer Christian Titz am Mittwoch ein Testspiel gegen Drittliga-Spitzenreiter VfL Osnabrück. Ob Noel Aseko, Benjamin Källman und Mustapha Bundu dann zum Einsatz kommen werden, ist offen. Dass das leicht angeschlagene Trio während der Länderspielpause in Hannover bleibt und auch die Reise zu den jeweiligen Auswahlmannschaften verzichtet, ist derweil ein gutes Zeichen dahingehend, dass dem großen Ziel Aufstieg alles andere untergeordnet wird.

Bindzus und Becker übernehmen interimsweise

Während die sportliche Lage weitgehend im grünen Bereich einzusortieren ist, sorgte 96 am Sonntag mit Bekanntgabe der Trennung vom erst im Winter angetretenen Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke für Aufsehen. Gründe für das Aus des 62-Jährigen wurden offiziell nicht kommuniziert, doch dem Vernehmen nach herrschten in den vergangenen Wochen intern offenbar in verschiedener Hinsicht kontroverse Ansichten vor. Allen voran soll das Verhältnis zwischen Schmadtke und Trainer Titz nicht wirklich gut gewesen sein.

Obwohl zum aktuellen Zeitpunkt die Planungen für die neue Saison längst angelaufen sind, will 96 erst „zu gegebener Zeit über eine Neubesetzung eines Geschäftsführers Sport“ entscheiden. Bis dahin übernehmen der kaufmännische Geschäftsführer Henning Bindzus und Sportdirektor Ralf Becker interimsweise Schmadtkes Aufgaben, mutmaßlich auch in enger Absprache mit Titz, dessen Einfluss kaum geringer werden dürfte.

Gut möglich sogar, dass die Konstellation zur Dauerlösung wird und Becker wie schon in der Vergangenheit diskutiert zum Geschäftsführer aufsteigt. Sportliche Erfolge in den nächsten Wochen würden eine Entscheidung in diese Richtung sicherlich nicht unwahrscheinlicher machen.

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