Hannover 96: Sandro Wagner nicht der einzige Kandidat
Doch eine Interimslösung mit Lars Barlemann
Seine erste Trainerwahl steht bevor: Jonas Boldt. © IMAGO / DeFodi Images
Nachdem sich die Entscheidung schon seit der 1:2-Niederlage am Freitagabend beim 1. FC Nürnberg abgezeichnet hatte, gab Hannover 96 schließlich am Montagabend die Trennung von Trainer Christian Titz auch offiziell bekannt. Gut 14 Monate nach seinem Amtsantritt und nach einem am Ende der Vorsaison knapp verpassten Aufstieg in die Bundesliga war in der niedersächsischen Landeshauptstadt der Glaube an eine positive Entwicklung unter dem 55-Jährigen nicht mehr vorhanden.
„Mit Blick auf die Gesamtentwicklung fehlt uns bei einer ehrlichen Betrachtung die Überzeugung, dass wir in dieser Konstellation die notwendige Beständigkeit und Dynamik entwickeln werden, um unser Zielbild zu erreichen, mit Hannover 96 unter vernünftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nachhaltig erfolgreich zu sein“, begründete Geschäftsführer Jonas Boldt auf der Vereinshomepage das Aus von Titz, mit dem auch Co-Trainer André Kilian gehen muss.
Angekündigt wurde gleichzeitig, dass U23-Coach Lars Barlemann nicht nur die Trainingseinheiten der kommenden Tage leiten, sondern auch am Sonntag im Heimspiel gegen den VfL Bochum auf der Bank sitzen wird. Eine schnelle Nachfolgeregelung, die noch am Montagnachmittag mit Sandro Wagner im Gespräch war, wird es damit nicht geben.
Zweiter Kandidat namentlich nicht bekannt
Allerdings lautet der Plan schon, dass der neue Chefcoach direkt nach dem Bochum-Spiel übernehmen soll, um die dann anstehende, dreiwöchige Länderspielpause optimal zu nutzen. Wagner gilt weiterhin als erste Option, ist aber zugleich wohl nicht der einzige Kandidat. Wie die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet, soll es auch Gespräche mit einem weiteren Trainer gegeben haben, dessen Name bislang nicht durchgesickert ist.
Klar ist unterdessen, dass der neue Mann auf einer Wellenlänge mit den Verantwortlichen und allen voran mit Boldt funken soll, der in seinem Kommentar zum Trainerwechsel zwischen den Zeilen noch einmal kein Geheimnis daraus gemacht hat, dass diese Voraussetzung mit Titz nicht mehr gegeben war: „Diese Entscheidung gibt uns nun die Möglichkeit, uns noch einmal neu zu justieren – mit der klaren Zielsetzung, dass wir alle bei Hannover 96 mit voller Energie in eine gemeinsame Richtung laufen.“
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