Hannover 96: Was wird aus Waldemar Anton?

Aktuell offenbar kein Bundesliga-Angebot für das Eigengewächs

Waldemar Anton

Waldemar Antons (r.) Zukunft ist trotz eines Vertrages bis 2021 in Hannover noch unklar. © imago images / Nordphoto

Mit Mirko Slomka als Trainer und  Jan Schlaudraff als Sportdirektor hat Hannover 96 am gestrigen Montag die wesentlichen Positionen im sportlichen Bereich für die Mission Wiederaufstieg besetzt. Komplett ist das neue Team um die Mannschaft herum damit aber noch nicht. So verriet Schlaudraff, der für drei Jahre unterschrieben hat, auf seiner Vorstellungs-PK, sich noch drei zusätzliche Kräfte zu wünschen.

Kommen sollen laut dem Ex-Profi nach Möglichkeit noch ein Chefscout, ein Kaderplaner und ein Assistent, vorrangig wohl für organisatorische Dinge. Nichtsdestotrotz kann mit der Entscheidung für Schlaudraff und dem für zwei Jahre gebundenen Slomka nun die wesentliche Phase der Personalplanung beginnen.

Dass es zu einem größeren Umbruch kommen wird, ist klar. Allerdings bleibt abzuwarten, ob zum Verkauf stehende Spieler wie Walace, Jonathas oder Genki Haraguchi die erhofften Transfereinnahmen generieren. Bislang stehen die Interessenten bei diesem Trio nicht unbedingt Schlange.

Zwölf Millionen Euro Ablöse aus England?

Dagegen wären für Waldemar Anton dem Vernehmen nach einige Interessenten vorhanden. Aus der Bundesliga, in der Anton kommende Saison wohl am liebsten spielen würde, gibt es aktuell aber trotz einiger Spekulationen nach Aussage von Klubboss Martin Kind gegenüber der „Neuen Presse“ (Ausgabe vom 29.05.2019) kein Angebot für den 22-Jährigen.

Anton soll laut der „Neuen Presse“ aber in der Hoffnung auf eine Offerte aus der Bundesliga ein Angebot aus England erst einmal hinten angestellt haben. Zwölf Millionen Euro Ablöse wären von der Insel für die 96er offenbar möglich, doch die Priorität in Sachen Anton liegt nicht auf einem möglichst hohen Transfererlös, sondern auf dem 22-Jährigen als Eckpfeiler der neuen Mannschaft.

Unsere Aufgabe ist es, ihn bei uns wieder in die Spur zu bringen. (Jan Schlaudraff)

„Unsere Aufgabe ist es, ihn bei uns wieder in die Spur zu bringen. Waldi ist ein Topspieler“, bringt Schlaudraff die Wertschätzung für den Defensiv-Allrounder zum Ausdruck, der eine gemessen an seinen Möglichkeiten schwächere Saison hinter sich hat, dessen Potential aber unbestritten ist. Abzuwarten bleibt freilich, ob 96 nicht aus wirtschaftlichen Gründen zu einem Verkauf Antons gezwungen wird, sollten anderweitig keine Transfereinnahmen erzielt werden können.

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