Hertha BSC: Holpriger Start für Gustaf Nilsson

Schwede verpasst Premierentreffer und verletzt sich

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 21.09.26 | 07:26
Kein optimaler Einstand: Gustaf Nilsson. © IMAGO / Maximilian Koch

Kein optimaler Einstand: Gustaf Nilsson. © IMAGO / Maximilian Koch

Dass Hertha BSC nach sechs Spieltagen mit dem Optimum von 18 Punkten und als Tabellenführer in die erste Länderspielpause der Saison gehen würde, war im Sommer wahrlich nicht zu erwarten, als vielmehr nach dem Abgang einiger Stammkräfte sogar Untergangsszenarien entworfen worden sind. Doch trotz des Verlustes an individueller Qualität präsentiert sich die Alte Dame bedeutend stärker und gilt inzwischen als heißer Aufstiegskandidat. Auch deshalb, weil der Kader von Trainer Stefan Leitl sein Potential noch gar nicht vollends ausgeschöpft hat.

Das gilt allen voran für den erst kurz vor Transferschluss vom Club Brügge ausgeliehenen Gustaf Nilsson, der bei den Siegen beim VfL Osnabrück (3:1) und nun am Wochenende bei Hertha BSC (2:1) für die letzten 22 Minuten bzw. für die zweite Hälfte eingewechselt wurde. In Dresden war Nilsson dann direkt zur Stelle, bugsierte einen Querpass von Oluwaseun Adewumi aber aus kurzer Distanz über das leere Tor und verpasste so seinen Premierentreffer im Berliner Trikot.

Oberschenkelverletzung verhindert Reise zur Nationalmannschaft

Damit allerdings war für Nilsson der trotz des Hertha-Sieges aus persönlicher Sicht nicht ganz glückliche Tag noch nicht komplett. Vielmehr musste Hertha BSC am Sonntag mitteilen, dass sich der 29-Jährige in Dresden auch eine Muskelverletzung am Oberschenkel zugezogen hat und deshalb nicht zur schwedischen Nationalmannschaft reist.

Dazu, wie lange Nilsson aussetzen muss, gibt es von Vereinsseite bisher keine Angaben. Ein Comeback schon im ersten Spiel nach der Länderspielpause zu Hause gegen die SpVgg Greuther Fürth ist damit erst einmal zwar nicht ausgeschlossen, aber vermutlich eher unwahrscheinlich.

Gleichwohl bleibt Nilsson danach noch genügend Zeit, um seinen Teil zu einer erfolgreichen Saison beizutragen und den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Denn nur in diesem Fall hätte Hertha BSC eine Kaufoption in Höhe von zwei Millionen Euro, um den elffachen A-Nationalspieler fest an sich binden zu können.

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