Hertha BSC: Mindestens zwei Neue – Stefan Leitl betont Verstärkungsbedarf

Auch nach dem Auftaktsieg geht die Suche weiter

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 08.08.26 | 07:35
© IMAGO / Sven Simon

Darf sich über einen gelungenen Start freuen: Stefan Leitl. © IMAGO / Sven Simon

Reichlich Skepsis war den Sommer über rund um Hertha BSC vorhanden, die angesichts des Verlustes zahlreicher Leistungsträger und ausgebliebener Verstärkungen auch nicht wirklich überraschte. Den Saisonstart haben die Berliner nun aber mit einem 1:0-Sieg im Eröffnungsspiel beim VfL Bochum dennoch erfolgreich gestaltet und angedeutet, zu mehr in der Lage zu sein als von vielen Experten prognostiziert wurde und wird.

Während der bisher einzige Neuzugang Oluwaseun Adewumi (FC Burnley) wegen seines noch vorhandenen Rückstandes erst spät eingewechselt wurde, gab es im Team von Trainer Stefan Leitl gleich einige Personalien, die Mut machen. So präsentierte sich Julian Eitschberger auf der rechten Abwehrseite in guter Frühform, während Soufian Gouram als Zehner bei seinem Profi-Debüt nicht nur wegen seiner Torvorlage die vielversprechenden Eindrücke aus der Vorbereitung bestätigen konnte. Und Sebastian Grönning, Schütze des goldenen Tores, schürte zumindest die Hoffnung darauf, einen regelmäßig treffenden Mittelstürmer verkörpern zu können.

Außenverteidiger und Stürmer im Blick

Gleichwohl betonte Coach Leitl nach dem Schlusspfiff bei Sky, dass während des noch bis zum 1. September geöffneten Transferfensters möglichst weitere Verstärkungen zum Kader stoßen sollen und wurde diesbezüglich auch konkret: „Die Profile sind klar besprochen, auf den Außenverteidiger-Positionen haben wir Bedarf. Und in vorderster Front brauchen wir noch einen Spieler, der die Drucksituation erhöht“, wobei der gesuchte Stürmer laut Leitl „eine andere Qualität“ mitbringen soll als Grönning und dessen aktuell einziger Konkurrent Luca Schuler.

Leitl räumte in Zusammenhang mit der Spielersuche zwar auch ein, dass das Budget begrenzt ist, ließ aber auch durchblicken, dass nicht zuletzt dank der hohen Einnahmen durch die Verkäufe unter anderem von Kenneth Eichhorn (Bayer Leverkusen) und Fabian Reese (VfL Wolfsburg) auch ein gewisses Investitionsvolumen vorhanden ist: „Es ist kein Wunschkonzert. Es ist nicht so, dass wir am Transfermarkt unterwegs sind und sagen: ‚Okay, wir nehmen den, weil wir’s uns leisten können.‘ Es ist so, dass wir uns erarbeitet haben, dass wir etwas tun können.“

Ob über die von Leitl genannten Positionen hinaus etwas passiert, bleibt abzuwarten. Sollte der Erfolg von Bochum am nächsten Wochenende zu Hause gegen den 1. FC Heidenheim vergoldet werden, dürfte aber eher das vorhandene Personal vermehrt das Vertrauen genießen.

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