Holstein Kiel: Doch noch Wintertransfers nach dem Arp-Ausfall?

Uwe Stöver schließt nichts aus

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 04.01.24 | 08:33
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Uwe Stöver gibt in dieser Transferperiode letztmals die Richtung vor. © IMAGO / foto2press

Am gestrigen Mittwoch musste Holstein Kiel das Trainingslager im spanischen Oliva Nova gleich mit einer denkbar schlechten Nachricht beginnen. Die Störche teilten mit, dass sich Fiete Arp im letzten Spiel vor Weihnachten gegen Hannover 96 (3:0) einen Sehnenanriss im Adduktorenbereich zugezogen hat, der eine „mittel- bis längerfristige“ Zwangspause erfordert.

Ein schwerer Schlag sowohl für die Störche als auch für Arp selbst, der in den letzten acht Spielen der Hinrunde mit fünf Toren und einer Vorlage richtig Fahrt aufgenommen hatte. Während der zur Reha nach Spanien mitgereiste Arp nun ausreichend Zeit dafür haben sollte, mit den Verantwortlichen Gespräche über eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrages zu führen, droht Kiels Trainer Marcel Rapp zum Rückrundenstart ein offensiver Engpass.

Denn aktuell sind neben Arp auch Benedikt Pichler (Leistenprobleme) und Steven Skrzybski (Muskelfaserriss im Oberschenkel), die schon vor Weihnachten ausfielen, noch nicht wieder voll belastbar. Und Ba-Muaka Simakala wurde an den 1. FC Kaiserslautern verliehen.

Aktuell nur zwei Stürmer einsatzfähig

Mit Shuto Machino und Hólmbert Aron Fridjónsson stehen somit nur noch zwei zweitligaerprobte Angreifer zur Auswahl, neben Niklas Niehoff und Stanislav Fehler, den beiden Top-Scorern der zweiten Mannschaft, denen in den kommenden Tagen womöglich eine große Chance winkt.

Nicht ausgeschlossen ist allerdings auch ein Neuzugang für die Offensive, wobei Geschäfsführer Uwe Stöver laut seiner Aussage im „kicker“ (Ausgabe vom 04.01.2024) in diesem Zusammenhang aber noch die Entwicklung bei Pichler und Skrzybski abwarten will: „Wir können bei den verletzten oder angeschlagenen Spielern derzeit nicht sagen, der eine fällt zwei, der andere vier Wochen aus. Wir bewegen uns im Bereich der Prognose. Das macht die Sache schwierig.“

Stöver will „die Lage diskutieren und dann situativ entscheiden“, so der 56-Jährige, der auch eine Nachjustierung Ende Januar für denkbar hält. Vielleicht sogar mit einem alten Bekannten? Der an den VfL Osnabrück verliehene Kwasi Wriedt, der vergangene Saison in immerhin 26 Spielen für die Störche auf dem Feld stand, scheint beim Ligarivalen nicht mehr die besten Perspektiven zu haben. Eine vorzeitige Rückkehr des 29-Jährigen, dessen Vertrag in Kiel noch bis 2025 läuft, könnte den momentanen Engpass lösen. Bislang allerdings gibt es dafür keine konkreten Anhaltspunkte.

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