Holstein Kiel: Dominic Peitz nicht mehr gefragt

Routinier in der laufenden Saison noch nicht im Kader

Dominic Peitz

Momentan nur noch im Training am Ball: Dominic Peitz © Imago / Objectivo

Die jetzige Länderspielpause nach einem Viertel der Saison bietet den Vereinen der 2. Bundesliga die Gelegenheit, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Bei Holstein Kiel dürfte dieses trotz der jüngsten 1:2-Niederlage bei Erzgebirge Aue überwiegend positiv ausfallen.

Unter dem neuen Trainer Tim Walter und ohne abgewanderte Leistungsträger wie Rafael Czichos, Dominick Drexler und Marvin Ducksch stehen immerhin zwölf Punkte zu Buche, die gleichbedeutend mit einem sicheren Abstand zur Abstiegszone sind, in der nicht wenige Experten die Störche erwartet hatten.

Doch die entstandenen Lücken konnten zum einen durch Neuzugänge wie Hauke Wahl, Jonas Meffert oder Jae-Sung Lee gut kompensiert werden. Und zum anderen haben sich auch bereits zuvor im Kader vorhandene Akteure wie Alexander Mühling weiter entwickelt. Nach drei Toren in der gesamten vergangenen Saison bringt es Mühling inklusive DFB-Pokal nun schon auf fünf Pflichtspieltreffer und hat auch deshalb seinen Platz im Team sicher.

Anders als Dominic Peitz, der vergangene Saison noch in 30 Ligaspielen sowie in beiden Relegationspartien gegen den VfL Wolfsburg auf dem Platz stand. Zwar waren darunter auch 15 Einwechslungen des defensiven Mittelfeldspielers, den Ex-Coach Anfang bei Rückstand gerne auch als Brecher in die Sturmmitte beorderte, doch gehörte Peitz definitiv zum engsten Kreis.

Peitz plant die Zeit nach der aktiven Karriere

Das ist inzwischen nicht mehr so. Der im September 34 Jahre alt gewordene Routinier ist nicht mehr gefragt und stand unter Trainer Walter noch kein einziges Mal im 18er-Aufgebot. Schon vor zwei Wochen erklärte Peitz im Tagesspiegel „professionell mit der Situation umgehen“ zu wollen und dass es kein Drama sei, „mit 34 Jahren nicht mehr die erste Geige zu spielen“.

Sag niemals nie im Fußball. (Dominic Peitz)

Zugleich deutete Peitz auch schon an, seine Fußballschuhe nach dieser Saison und damit mit Vertragsablauf an den Nagel hängen zu wollen, wenngleich sich der gebürtige Nordrhein-Westfale noch ein Hintertürchen offen lässt: „Sag niemals nie im Fußball, wobei der Weg grundsätzlich klar ist: Ich stehe kurz vor meinem Bachelor-Abschluss im Sportbusiness-Management und kann mir gut vorstellen, dann in diesem Bereich zu arbeiten.“

Ob bis zum Ende der Saison noch viele Einsätze in der 2. Bundesliga hinzukommen, ist eher fraglich. Sicher sein kann man sich aber, dass Peitz alles geben wird, sollte er doch noch einmal gebraucht werden.

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