Holstein Kiel: Fokus auf die Jugend und den deutschen Markt
Olaf Rebbe räumt Fehler bei der Kaderzusammenstellung ein
Neue Herangehensweise in der Kaderplanung: Olaf Rebbe. © IMAGO / Zink
Die Anspannung bei Holstein Kiel dürfte vor dem Gastspiel am Freitagabend bei Fortuna Düsseldorf beinahe stündlich wachsen, steht für die Störche in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt doch ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt an. Aktuell auf dem Relegationsplatz stehend könnte Kiel mit einem Sieg an der mit zwei Punkten mehr elfplatzierten Fortuna vorbeiziehen und zumindest kurzfristig etwas durchatmen – wohingegen sich die Lage mit einer Niederlage mächtig zuspitzen würde.
Aktuell ist aber das Vertrauen groß, dass der als Retter verpflichtete Trainer Tim Walter die Saison zu einem halbwegs versöhnlichen Ende bringt und die Störche auch 2026/27 zweitklassig starten können. Dann aber sicherlich mit einem veränderten Kader, bei dessen Zusammenstellung Geschäftsführer Olaf Rebbe nun in den Kieler Nachrichten Fehler einräumte und für den künftig neue Prämissen gelten sollen.
Gespräche mit potentiellen Neuzugängen laufen
„Der erste Blick geht zu der eigenen Jugend, dann auf den deutschen Markt, erst im Anschluss in Richtung Skandinavien und zuletzt auf andere Märkte“, lautet eine Konsequenz Rebbes aus den Erfahrungen dieser Saison, in der durchaus teure Neuzugänge wie Jonas Therkelsen, Kasper Davidsen, Adrián Kaprálik oder Frederik Roslyng ihr Potential zwar immer wieder aufblitzen ließen, letztlich aber bisher nicht zu den erhofften Leistungsträgern geworden sind.
Gespräche mit möglichen Neuzugängen sind hinter den Kulissen schon angelaufen, doch Abschlüsse sind in der aktuellen Lage aufgrund der ungewissen Klassenzugehörigkeit zumindest kurzfristig eher nicht zu erwarten.
Klar ist dafür, dass die Störche künftig sehr großen Wert auf den eigenen Unterbau legen und davon profitieren wollen: „Kernaufgabe für Holstein Kiel muss es sein, selbst Spieler in seinem NLZ auszubilden und über die U23 zu Profis zu machen, wie beispielsweise Ikem Ugoh oder Lio Rothenhagen. Das ist ein Modell, das sich in der Vergangenheit bewährt hat“, hofft Rebbe, dass nachrückende Talente künftig die eine oder andere externe Verpflichtung unnötig machen werden.
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