Holstein Kiel: Timon Weiner denkt an Abschied

Schlussmann mit seiner Reservistenrolle unzufrieden

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 08.01.26 | 07:20
© IMAGO / Philipp Szyza

Nur noch die Nummer zwei: Timon Weiner. © IMAGO / Philipp Szyza

Mit dem von der TSG Hoffenheim ausgeliehenen Umut Tohumcu und dem vom Hamburger SV zurückgeholten Jonas Meffert hat Holstein Kiel in der bisherigen Wintertransferperiode zwei neue Spieler für das zentrale Mittelfeld hinzugeholt, denen das vorzeitige Ende der Ausleihe des vom SC Freiburg direkt an Dynamo Dresden weitergereichten Robert Wagner gegenüber steht.

Abgeschlossen sind die Kieler Planungen damit aber noch nicht. So steht auch noch eine Verstärkung für die linke Abwehrseite bzw. Schiene auf der Agenda. Ein Kandidat ist in diesem Zusammenhang weiterhin Ondrej Zmrzly von Slavia Prag, doch ein Durchbruch ist in dieser Personalie noch nicht geglückt.

Keine Diskussionen gibt es unterdessen darüber, dass Jonas Krumrey auch in der Rückrunde das Tor der Störche hüten wird. Der Neuzugang von Red Bull Salzburg, der vergangene Saison auf Leihbasis für Lyngby BK in Dänemark spielte, hat sich im Sommer für nicht wenige Beobachter überraschend gegen Timon Weiner durchgesetzt und mit seinen Leistungen das Vertrauen von Trainer Marcel Rapp zurückgezahlt.

Weiner schließt nichts aus

Weiner, der seinen Stammplatz schon am Ende der vergangenen Bundesliga-Saison an Thomas Dähne verloren hatte, bleibt damit regelmäßig nur ein Platz auf der Bank. Gegenüber der Schleswig-Holsteinischen Zeitung machte der 26-Jährige nun keinen Hehl daraus, damit nicht glücklich zu sein, freilich nicht ohne Verständnis zu zeigen: „Dass es mir damit nicht gut geht, ist kein Geheimnis. Ich möchte spielen, weiß aber auch, dass Jonas es bei seinen Einsätzen vernünftig macht.“

Obwohl sich Weiner in Kiel eigentlich sehr wohl fühlt, ist auf absehbare Zeit eine Veränderung nicht ausgeschlossen, sollte es bei der Reservistenrolle bleiben: „Die Situation ist, wie sie ist. Deswegen war auch schon in diesem Winter nicht hundertprozentig klar, dass ich bei Holstein bleibe. Denn ich möchte natürlich Fußball spielen – und das jede Woche.“

Auf einen Verbleib bis zum Ende der Saison hat sich Weiner zwar inzwischen eigentlich festgelegt, schließt aber nichts vollends aus: „Im Fußball weiß man nie, was passiert“, so der gebürtige Essener, der andeutet, seinen bis 2027 laufenden Vertrag bei einer unveränderten Situation nicht zwingend erfüllen zu wollen: „Aber im Sommer werden wir uns auf jeden Fall zusammensetzen. Und dann wird man sehen, wohin die Reise führen wird.“

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