HSV: Saison-Aus für Jung und Ewerton?

Beide Defensivspieler fallen länger aus

Gideon Jung

Gideon Jung (r.) fehlt dem HSV längere Zeit. © imago images / foto2press

Mit seiner Aufstellung für die erste Partie nach der Corona-Pause bei Greuther Fürth (2:2) hat Dieter Hecking gleich für mehrere Überraschungen gesorgt. Während die vielfach in der Startelf des Hamburger SV erwarteten Rick van Drongelen, Sonny Kittel und Lukas Hinterseer auf der Bank blieben, erhielt Jairo als Linksaußen eine unerwartete Chance und Joel Pohjanpalo, der seine Nominierung mit einem Treffer rechtfertigte, durfte im Sturmzentrum ran.

In der Innenverteidigung entschied sich Hecking für Timo Letschert, der zwar nach muskulären Problemen erst am Dienstag voll ins Training eingestiegen, aber bereit für 90 Minuten war. Daneben verteidigte Jordan Beyer, dessen Versetzung von der rechten Abwehrseite, die der wieder fitte Josha Vagnoman bekleidete, ins Zentrum sich bereits in der Trainingswoche angedeutet hatte.

Überzeugen indes konnte Beyer, der nach der Einwechslung van Drongelens für Vagnoman nach rechts rückte, in der Innenverteidigung nur bedingt. Und doch könnte die Leihgabe von Borussia Mönchengladbach im Endspurt noch häufiger zentral gefordert sein. Denn Coach Hecking gehen in einem insgesamt breit besetzten Kader die Innenverteidiger aus.

Noch keine finalen Diagnosen bei Jung und Ewerton

Während Kyriakos Papadopoulos bekanntlich keine Rolle mehr spielt, mussten am Freitag mit Ewerton und Gideon Jung gleich zwei potentielle Alternativen für das Defensivzentrum das Quarantäne-Trainingslager in Herzogenaurach verletzungsbedingt vorzeitig in Richtung Hamburg verlassen.

Endgültige Diagnosen gibt es bei beiden noch nicht. Allerdings erklärte Hecking gegenüber dem „Kicker“ (Ausgabe 42/2020 vom 18.05.2020), dass der von einer Muskelverletzung am Hüftbeuger geplagte Jung und der wieder über Innenbandprobleme im Knie klagende Ewerton jeweils „länger ausfallen“ ausfallen werden.

Weil die Saison in rund sechs Wochen bereits zu Ende geht, ist davon auszugehen, dass es für beide mit einem Comeback in dieser Spielzeit eng wird. Mit Letschert und van Drongelen blieben somit nur noch zwei gelernte Innenverteidiger. Möglich daher, dass Beyer oder vielleicht auch Allrounder David Kinsombi noch mehrfach als Aushilfe ran müssen.