HSV: Ewerton schon beim Re-Start eine Option?

Positive Signale vom Brasilianer

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 28.04.20 | 07:19
Ewerton

In dieser Saison erst mit vier Einsätzen: Ewerton. © imago images / Jan Hübner

Die Entscheidung über den Re-Start des Fußball-Spielbetriebs in Deutschland scheint näher rücken. Nachdem sich die Sportministerkonferenz am gestrigen Montag erneut für eine Wiederaufnahme der Bundesliga-Saison, allerdings erst am Mitte oder Ende Mai, ausgesprochen hat, könnten bereits am Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten in ihrer nächsten Videokonferenz über grünes Licht für die ersten beiden Ligen beratschlagen.

Mindestens bis dahin wird auch der Hamburger SV weiterhin nur in Gruppen trainieren. Trainer Dieter Hecking ist damit unverändert weit entfernt von „richtigem Mannschaftstraining“, teilt dieses Schicksal aber mit allen seinen Kollegen und darf sich zumindest über positive Signale von Ewerton freuen. Denn der Brasilianer, der im Falle eines planmäßigen Saisonendes am 17. Mai nach seinem Ende Februar erlittenen Innenbandanriss im Knie wohl nicht mehr groß hätte eingreifen können, befindet sich auf einem guten Weg zum Comeback.

Rick van Drongelen als Konkurrent

„Die Reha-Trainer haben mir gesagt, dass es gut aussieht. Wir werden Mittwoch und Donnerstag noch abwarten. Für den Fall, dass er fit ist, wird er Ende der Woche ins Gruppen-Training integriert“, zeigt sich Hecking in Bild zwar noch zurückhaltend, doch besteht die Aussicht, mit dem 31-Jährigen für die letzten neun Spieltage eine erfahrene Alternative hinzuzugewinnen.

Bislang stand Ewertons Zeit in Hamburg indes unter keinem guten Stern. Im Sommer vom 1. FC Nürnberg losgeeist warfen den technisch beschlagenen Innenverteidiger bereits vor der jüngsten Knieverletzung Leistenprobleme und vor allem ein Anriss des Syndesmosebandes aus der Bahn. So stehen bislang lediglich vier Einsätze in dieser Saison zu Buche.

Ein fitter Ewerton hätte indes sicherlich das Zeug dazu, die Hamburger Hintermannschaft zu stabilisieren und das Aufbauspiel auf ein höheres Niveau zu hieven. Dafür müsste der 18-fache Bundesliga- und 56-fache Zweitliga-Spieler aber erst einmal an Rick van Drongelen vorbei, der in Abwesenheit Ewertons die linke Innenverteidigerposition zwar wechselhaft ausgefüllt hat, dessen grundsätzliches Potential aber unbestritten ist.

Zunächst freilich geht es für Ewerton in den kommenden Wochen erst einmal darum, von neuerlichen Rückschlägen verschont zu bleiben.