KSC: Denkt Marvin Wanitzek an Abschied?

Kapitän lässt seine Zukunft offen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 11.04.26 | 08:12
© picture alliance / Eibner-Pressefoto | Marcel von Fehrn

Seit 2017 beim KSC: Marvin Wanitzek (l.). © picture alliance / Eibner-Pressefoto | Marcel von Fehrn

Am Ende einer Woche, die mit Bekanntgabe der Trennung von Trainer Christian Eichner zum Saisonende, sicherlich alles andere als gewöhnlich war, hat der Karlsruher SC mit einem 4:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld sein Punktekonto auf 40 erhöht und kann damit mit einiger Gewissheit für ein weiteres Jahr in der 2. Bundesliga planen.

Während die Suche nach einem Eichner-Nachfolger bereits läuft, aber noch keinen wirklichen Top-Kandidaten hervorgebracht hat, droht dem KSC womöglich in Kürze eine weitere, sehr große Baustelle. Denn Marvin Wanitzek, der gegen Bielefeld mit dem Treffer zum 3:1 sowie zwei Torvorlagen einmal mehr der entscheidende Mann war, ließ in verschiedenen Interviews nach der Parte, unter anderem gegenüber den Badischen Neuesten Nachrichten und bei Sky, seine weitere Zukunft offen – trotz eines im vergangenen Mai langfristig, dem Vernehmen nach bis 2029, verlängerten Vertrages.

Wanitzek will die weitere Entwicklung abwarten

Wanitzek machte kein Geheimnis daraus, nach dem Aus von Eichner nicht einfach so zur Tagesordnung übergehen zu können. Vielmehr ließ der 32-Jährige durchklingen, sich nicht zuletzt wegen der Zusammenarbeit mit dem Trainer vor einem knappen Jahr trotz anderer Optionen für eine erneute Unterschrift beim KSC entschieden zu haben und sich auch deshalb seine Gedanken zu machen.

„Die Gegebenheiten sind im Sommer so nicht mehr da. Und deshalb werde ich nach dem letzten Spielen alles erst einmal sacken lassen müssen. Das ist doch logisch. Ich muss mir ein bisschen Zeit nehmen“, so Wanitzek, der diesbezüglich auch mit Geschäftsführer Mario Eggimann im Austausch steht.

Kurzfristig will Wanitzek an den letzten Spieltagen „alles geben“, auch um dem Trainerteam einen gebührenden Abschied zu bereiten, während zugleich die weitere Entwicklung auch beim Karlsruher Top-Scorer für Spannung sorgt: „Man weiß nicht, wie die Zukunft aussieht, wer Trainer wird, wie der Kader aussieht. Ich kann mir davon selber ein Bild machen und dann kann man weiterschauen.“

Sollte sich der KSC nicht wie erhofft aufstellen, würden die offenkundig vorhandenen Gedanken des Routiniers daran, den Verein nach neun Jahren zu verlassen, vermutlich aber nicht weniger.

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