KSC: Héliton als neuer Leader?

Erfahrener Brasilianer kommt kurz vor Transferschluss

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 02.09.26 | 07:36
© IMAGO / Anadolu Agency

Héliton (l.) soll der KSC-Defensive mehr Robustheit verleihen. © IMAGO / Anadolu Agency

Es hatte sich nicht unbedingt abgezeichnet, doch unmittelbar vor Transferschluss am Montagabend gab der Karlsruher SC doch noch einen weiteren Neuzugang bekannt. Für die Innenverteidigung verpflichteten die Badener den Brasilianer Héliton Jorge Tito dos Santos, kurz Héliton, der zuletzt zweieinhalb Jahre in der türkischen Süper Lig für Göztepe SK aufgelaufen war.

Der 30-Jährige, der beim KSC die Rückennummer 4 erhält, soll etwas Erfahrung in eine junge Mannschaft bringen und die vielen Talente führen, wie Geschäftsführer Sport Mario Eggimann auf der Vereinshomepage erläuterte:  „Wir haben unseren Kader in den vergangenen zwei Jahren bewusst verjüngt und entwicklungsfähig aufgebaut. Wir sind überzeugt, dass sich gerade jüngere Spieler dann am besten entwickeln, wenn erfahrene Spieler an ihrer Seite stehen, die diesen Weg mittragen und vorangehen. In Héliton haben wir einen erfahrenen Abwehrspieler für uns gewonnen, der körperlich, fußballerisch und charakterlich alle Voraussetzungen für unsere Spielidee mitbringt.“

Knapp vier Monate ohne Pflichtspiel

Anhand der Aussagen von Eggimann lässt sich schon ableiten, dass Héliton keineswegs als Ergänzung oder Backup angedacht ist. Direktor Profifußball Timon Pauls macht denn auch recht deutlich, im elften und letzten Sommerzugang einen potentiellen Leader zu sehen: „Mit seiner starken Physis, seinem kompromisslosen Zweikampfverhalten und seinem guten Kopfballspiel bringt Héliton wichtige Qualitäten für unsere Defensive mit. Gleichzeitig verfügt er über internationale Erfahrung aus Brasilien, Portugal, Bulgarien und zuletzt der Türkei. Trotz seiner Größe bringt er ein gutes Tempo mit, das ihm auch in größeren Räumen zugutekommt. Darüber hinaus zeichnet ihn sein gutes Aufbauspiel und seine Ruhe am Ball aus – Qualitäten, die unserem Spiel von hinten heraus zusätzliche Stabilität und Sicherheit geben werden.“

Im Spiel am Freitag bei Hannover 96 dürfte Héliton nach nur wenigen Einheiten mit den neuen Kollegen und nach knapp vier Monaten ohne Pflichtspiel noch keine Option für die Anfangsformation sein. Nach der ersten Länderspielpause könnte der Routinier im Oktober aber so weit sein, um wie erhofft voranzugehen.

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