KSC: Lilian Egloff vor Verlängerung – und doch im Sommer weg?
Hoffnung auf längerfristigen Verbleib
Seit eineinhalb Jahren beim KSC: Lilian Egloff. © IMAGO / Fotostand
Gleich bei seinem Comeback nach zweieinhalb Monaten Zwangspause hat Lilian Egloff seinen Wert für den Karlsruher SC unterstrichen. Unmittelbar nach seiner Einwechslung eine Viertelstunde vor Abpfiff der Partie bei Preußen Münster (2:0) holte der 23-Jährige zum einen den Platzverweis für Paul Jaeckel heraus und zum anderen den Freistoß, den Marvin Wanitzek zum Führungstreffer verwandeln und so den Weg zum Auswärtsdreier bereiten konnte.
Am vergangenen Wochenende kam Egloff, der sich Ende Oktober einen Muskelfaserriss zugezogen und deshalb die letzten sieben Spiele vor Weihnachten verpasst hat, dann gegen Hertha BSC (2:2) wieder für die Schlussviertelstunde aufs Feld. Diesmal allerdings ohne größeren Einfluss auf das KSC-Spiel und mit der fünften gelben Karte, die dem offensiven Mittelfeldmann gleich wieder eine Partie als Zuschauer beschert.
Obwohl Egloff am Samstag bei Eintracht Braunschweig bereits sein achtes Ligaspiel in dieser Saison verpassen wird, soll laut den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) in den nächsten Wochen basierend auf der Anzahl der Einsätze eine automatische Vertragsverlängerung greifen – sofern der gebürtige Heilbronner nicht erneut längerfristig ausfallen sollte.
Neuer Vertrag oder Abschied?
Aktuell deutet aber ähnlich wie bei Philipp Förster vieles darauf hin, dass Egloffs Arbeitspapier dann bis zum 30. Juni 2027 Gültigkeit besitzen wird. Eine Garantie, dass der im September 2024 aus einer kurzen Vereinslosigkeit geholte Kreativspieler bis dahin bleiben wird, wäre mit einer automatischen Verlängerung aber nicht verbunden. Vielmehr hat Egloff mit seinem starken Saisonstart mit vier Toren an den ersten zehn Spieltagen sicherlich auch andernorts Interesse geweckt.
Der KSC würde den ehemaligen Junioren-Nationalspieler, der zwölf Jahre lang beim VfB Stuttgart ausgebildet wurde, den Durchbruch bei den Schwaben allerdings nicht geschafft hat, gerne längerfristig an sich binden, müsste dafür aber das bisher eher geringe Gehalt wohl deutlich anheben.
Ob beide Seiten einen gemeinsamen Nenner finden, bleibt trotz der den BNN zufolge auf Vereinsseite vorhandenen Zuversicht abzuwarten. Falls nicht, könnte ein Wechsel im kommenden Sommer auf die Agenda rücken. Denn das Szenario, dass Egloff 2027 ablösefrei geht, würde der KSC sicher gerne vermeiden.
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