KSC startet Aktienverkauf

Alte Verbindlichkeiten vor Ablösung

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 18.03.2020 | 12:04

KSC Fans

KSC-Fans können sich künftig ein Stimmrecht erkaufen. ©Imago images/Carmele-tmc-fotografie.de

Der KSC hat sein angekündigtes Verfahren zur Ausgabe von Aktien ohne Börsennotierung gestartet. Mit den ersten dadurch generierten Einnahmen will der Sportclub Verbindlichkeiten aus der Vergangenheit ablösen.

60 Millionen Gesamtwert

Verpflichtungen in Höhe von rund 17 Millionen Euro wollen die Karlsruher so los werden. Unter anderem der Vertrag mit Michael Kölmel, der den Club im Jahr 2000 vor der Zahlungsunfähigkeit bewahrte, aber inzwischen eine jährliche Belastung ist, könnte im Sommer gegen eine Einmalzahlung beendet werden.

"Die Ablösung der Verpflichtungen wirkt sich unmittelbar auf unser operatives Geschäft aus. Pro Jahr sparen wir im Idealfall mindestens 1,5 Millionen Euro", so Geschäftsführer Michael Becker.

Auch Kosten durch den Stadionumbau und Einnahmeausfälle aus der Corona-Krise könnten so aufgefangen werden. Der Ausgabe-Preis der Papiere liegt bei 24 Euro pro Stück.

Bewertet wurde die KSC GmbH & Co. KGaA von der Unternehmensprüfungsgesellschaft Deloitte, die den Wert auf insgesamt 60 Millionen Euro bezifferte. Ausgegeben wird aber nur ein Aktienwert von 20 Millionen Euro.

Die Badener beschreiten damit Neuland, sind sie doch die erste Kapitalgesellschaft im Profifußball in Deutschland, die Aktien ohne Börsennotierung verkauft.

Aktieninhaber sind bei den Jahreshauptversammlungen Auskunfts- und Stimmberechtigt, erhalten zudem eine Schmuckurkunde. Informieren können sich interessierte Anleger unter www.kscaktie.de.