Preußen Münster: Imad Rondic als Soforthilfe – und als Problem?
Trainer Alexander Ende mit der Spielweise nicht glücklich
Brachte die Adlerträger gegen Bochum in Führung: Imad Rondic. © IMAGO / Maximilian Koch
Preußen Münster hat am Freitag gegen den VfL Bochum (1:1) zwar zum zweiten Mal in Folge nicht verloren, aber wie eine Woche zuvor beim 1. FC Nürnberg (1:1) eben auch nicht gewonnen und wartet mittlerweile seit sieben Spielen auf einen Sieg.
Am kommenden Freitag müssen die Adlerträger nun bei Fortuna Düsseldorf ran und stehen aufgrund der wieder deutlich angespannteren Lage in der Tabelle durchaus unter Druck. In der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt wird mit ziemlicher Sicherheit erneut Imad Rondic im Angriff starten. Der Bosnier, der nach einem unbefriedigenden Halbjahr in Polen bei Raków Czestochowa erst vor knapp zwei Wochen vom 1. FC Köln ausgeliehen wurde, hat die positiven Eindrücke aus seinem Joker-Einsatz in Nürnberg bestätigt und gegen Bochum gleich beim Startelfdebüt sein erstes Tor erzielt.
Deutlich weniger Ballbesitz als üblich
Auffällig war dabei, dass mit Fortdauer der Partie immer mehr der Ball auf Rondic gesucht wurde, doch als alleiniger Zielspieler ist der 26-Jährige keineswegs vorgesehen. „Wir haben da zwar einen Stürmer für so etwas drin, aber wenn das Spiel auf ihn unsere erste Option ist, habe ich ein Problem damit“, sprach der vom preußenjournal zitierte Trainer Alexander Ende nach der Partie deutlich an, von der Spielweise seiner Schützlinge alles andere als angetan gewesen zu sein.
„Wenn wir so spielen, geben wir die Kontrolle ab“, so Ende, dessen Mannschaft gegen Bochum nur auf 40 Prozent Ballbesitz kam – entgegen des bisherigen Saisondurchschnitts von 53 Prozent (laut offizieller Bundesliga-Statistik). „Solange ich hier Trainer bin, wird das nicht unser Spiel sein“, ließ Ende keinen Zweifel daran, in den nächsten Spielen wieder ein anderes Auftreten sehen zu wollen.
An Rondic, der in seinen ersten beiden Partien schon gezeigt hat, durchaus auch als Kombinationsspieler fungieren zu können, sollte eine wieder dominantere Herangehensweise nicht scheitern. Die bisherige Spielstärke der Mannschaft mit den Qualitäten des neuen Mittelstürmers zu verknüpfen, lautet nun die Aufgabe für die Preußen, um die Chancen auf ein Ende der Sieglosserie zu erhöhen.
Mehr News zu den Adlerträgern? Dann folge gerne auch unserer Preußen-Seite auf Facebook.
