Preußen Münster: Thomas Wörle als Retter im Gespräch

Kieran Schulze-Marmeling ohne Fußball-Lehrer-Lizenz

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 20.03.26 | 07:26
© IMAGO / Eibner

Seit gut einem Jahr ohne Verein: Thomas Wörle. © IMAGO / Eibner

Ein Endspiel ist es am 27. Spieltag noch nicht, doch fraglos eine enorm wichtige Partie, wenn Preußen Münster am Sonntag den 1. FC Magdeburg zum Duell tief im Tabellenkeller empfängt. Während die Gäste als Schlusslicht anreisen, liegen die Adlerträger mit nur zwei Punkten mehr auch lediglich auf dem Relegationsplatz und könnten im Falle einer Niederlage ans Ende der Tabelle rutschen.

Verhindern soll dieses Szenario Kieran Schulze-Marmeling, der in der vergangenen Saison im Endspurt zusammen mit dem heutigen Präsidenten Christian Pander als Teamchef erfolgreich als Retter eingesprungen ist und damals seine Mission kurioserweise mit einem 5:0-Sieg in Magdeburg begonnen hat.

Der 36-Jährige, der ansonsten die zweite Mannschaft in der Oberliga Westfalen anleitet, hofft nun natürlich auf eine Wiederholung und könnte dann auch bis Saisonende im Amt bleiben. Weil Schulze-Marmeling nicht in Besitz der Fußball-Lehrer-Lizenz ist, würden für die Adlerträger ab dem 16. Tag in der ersten Reihe allerdings Strafzahlungen fällig.

Neuer Coach in der Länderspielpause?

Weil es sich um einen überschaubaren Zeitraum handelt und auch die Verpflichtung eines neuen Trainers den Etat belasten würde, ist nicht ausgeschlossen, dass Schulze-Marmeling bis zum Saisonende das Zepter in der Hand behält. Oberste Voraussetzung dafür ist aber, dass sich schnell Erfolg einstellt. Geht es schon gegen Magdeburg schief, spricht einiges dafür, dass die Münsteraner Verantwortlichen die folgende Länderspielpause nutzen, um einen neuen Coach zu installieren.

Thomas Wörle, der seit seiner Entlassung vor einem guten Jahr beim SSV Ulm ohne Job ist, zwischenzeitlich aber bei mehreren Zweitligisten wie der SpVgg Greuther Fürth gehandelt wurde, nennt Bild in diesem Zusammenhang auch schon als heißen Kandidaten. Der 44-Jährige besitzt in Ulm zwar noch einen Vertrag bis 2027, doch eine utopische Ablöse dürften die Spatzen kaum verlangen, sondern wäre vielmehr wohl froh darüber, die Gehaltszahlungen im Falle eines Wörle-Engagements in Münster einstellen zu können.

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