SC Paderborn: Bei Nicht-Aufstieg droht ein großer Aderlass
Einige schmerzhafte Abgänge wahrscheinlich
Längst im Blickfeld anderer Vereine: Laurin Curda. © IMAGO / DeFodi Images
Die rechnerische Chance besteht weiter und vor dem Gastspiel von Hannover 96 beim VfL Bochum rangiert der SC Paderborn sogar noch auf dem dritten Tabellenplatz, doch der Glaube an den Aufstieg hat am Freitagabend in Ostwestfalen mit dem 2:2 gegen den Karlsruher SC einen weiteren, herben Dämpfer erhalten.
Nach einem Punkt aus den schwierigen Spielen in Hannover (1:1), gegen den FC Schalke 04 (2:3) und bei der SV Elversberg (1:5) blieb der SCP zum vierten Mal in Folge sieglos und würde schon bei einem Hannoveraner Unentschieden auf den vierten Platz rutschen, wäre somit selbst bei einem eigenen Sieg zum Saisonabschluss beim SV Darmstadt 98 auf Schützenhilfe angewiesen. „Heute fällt es mir tatsächlich schwer, noch Optimismus zu verbreiten“, zeigte sich nicht nur Ralf Kettemann nach der Partie gegen den KSC bei Sky ernüchtert, wobei Paderborns Trainer in der Vorbereitung auf Darmstadt sicherlich die Zuversicht bei seinen Schützlingen wieder wecken wird.
Sollte am nächsten Sonntag indes klar sein, dass es für den SCP weder für den direkten Aufstieg noch für die Relegation reicht, drohen anschließend bittere Tage und Wochen. Denn gleich einige Stammkräfte und Leistungsträger besitzen lediglich Verträge bis zum 30. Juni und wären vermutlich nur mit einer Aussicht auf die Bundesliga zu halten.
Gehen sieben Stammkräfte?
Der zuletzt vor allem mit dem FC Augsburg in Verbindung gebrachte Calvin Brackelmann und Torjäger Filip Bilbija haben als ablösefreie Profis sicherlich einen Markt in der Bundesliga. Das gilt auch für Laurin Curda und Santiago Castañeda, die zwar noch bis 2027 gebunden sind, aber nach Vertragsende kaum zum Nulltarif abgeben werden sollen. Und auch für Mika Baur, dessen Vertragslaufzeit nicht bekannt ist, würden Angebote aus dem Oberhaus nicht überraschen.
Bei Raphael Obermair greift zwar vermutlich eine Verlängerungsoption, doch sollte sich dem 30-Jährigen noch einmal eine Chance zum persönlichen Aufstieg bieten, ist anders als beim Werben des 1. FC Köln im letzten Sommer grünes Licht denkbar. Der vom VfB Stuttgart nur ausgeliehene Schlussmann Dennis Seimen kehrt unterdessen unabhängig vom Ausgang der Saison zu seinem Stammverein zurück und hinterlässt zwischen den Pfosten eine große Lücke.
Geschäftsführer Sport steht somit ein intensiver Sommer bevor – natürlich auch, wenn der Aufstieg doch noch gelingen sollte, wären dann neben Gesprächen mit dem vorhandenen Personal doch sicher auch einige Verstärkungen nötig.
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