SC Paderborn: Kommt noch Ersatz für Marcel Hoffmeier?
Abwehrspieler fällt monatelang aus

Fehlt dem SCP lange: Marcel Hoffmeier. © IMAGO / Revierfoto
Auch wenn, gerade bei einer Kopfballchance von Sven Michel unmittelbar vor Schluss, mehr drin gewesen wäre, konnte der SC Paderborn mit dem torlosen Unentschieden am Freitag beim 1. FC Nürnberg einigermaßen leben. Auf die Stimmung drückte allerdings die verletzungsbedingte Auswechslung von Marcel Hoffmeier kurz vor dem Ende, war doch schnell absehbar, dass es den Innenverteidiger schlimmer erwischt haben könnte.
Die Befürchtungen bestätigten sich dann am gestrigen Samstag, als der SCP mitteilen musste, dass sich Hoffmeier in Nürnberg einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen hat. Der 26-Jährige kommt um eine Operation nicht herum und wird voraussichtlich mindestens ein halbes Jahr lang ausfallen.
„Die Verletzung ist natürlich sehr bitter für Marcel und uns alle. Er wird die bestmögliche Unterstützung von uns bekommen, damit er in Bestform zurückkommen kann“, kommentierte Geschäftsführer Sport Sebastian Lange auf der Vereinshomepage die Hiobsbotschaft – und macht sich in Absprache mit Trainer Ralf Kettemann sicherlich Gedanken darüber, ob im Transferendspurt auf den Langzeit-Ausfall reagiert werden soll.
Noch sind Alternativen vorhanden
Mit Felix Götze, Calvin Brackelmann und dem noch ein Spiel gesperrten Tjark Scheller verfügt der SCP aktuell über drei gestandene Optionen für die Dreierkette. Zudem stehen mit dem zuletzt von Kettemann gelobten Kerem Yalcin und Kevin Krumme zwei Talente bereit, während auch Laurin Curda von der rechten Schiene nach hinten gezogen werden könnte.
Weil David Kinsombi, der verletzungsbedingt noch einige Wochen fehlt, ebenfalls im Abwehrzentrum eingesetzt werden kann, besteht keine zwingende Notwendigkeit zur Nachbesserung. Gleichwohl wäre es nicht ohne Risiko, auf die Verpflichtung eines zusätzlichen Defensivspielers zu verzichten.
Durchaus möglich daher, dass in den letzten Stunden der Transferperiode noch etwas passiert. Zu klären gilt es bis Montagabend zudem die Personalie Raphael Obermair, dessen Wunsch, zum 1. FC Köln zu wechseln, schon länger kein Geheimnis mehr ist. Ob beide Vereine in puncto Ablöse einen gemeinsamen Nenner finden, ist allerdings weiter fraglich.
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