SpVgg Greuther Fürth: Abstiegskampf droht – Frank Kramer rückt in den Blickpunkt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 09:31

Die SpVgg Greuther Fürth steckt gleich zu Beginn des neuen Jahres in der Krise. Mit einer schwachen Vorstellung unterlag das Kleeblatt in einer Partie auf überschaubarem Niveau dem FC Ingolstadt mit 0:1 und blieb damit bereits zum sechsten Mal in Folge in einem Ligaspiel ohne Treffer. Von den positiven Ansätzen der Testspiele war in Sachen Offensivspiel wenig bis nichts zu sehen, sodass die Franken nun den Blick erst einmal klar nach unten richten müssen.

Im schlechtesten Fall reduziert sich der aktuelle Vorsprung von sechs Punkten auf die Abstiegzone bis zum Ende des Spieltages noch auf vier Punkte, womit die SpVgg auch in der Tabelle im Abstiegskampf angekommen wäre. Trainer Frank Kramer macht nach dem Spiel zwar aus seiner Enttäuschung keinen Hehl und haderte vor allem mit einigen in der Anfangsphase ungenau zu Ende gespielten Angriffen, richtete zugleich den Blick aber nach vorne: „Das war das erste Spiel – gegen den Tabellenführer. Wir müssen aber wieder aufstehen und den Weg, den wir in der Vorbereitung eingeschlagen haben, weiter gehen. Dann werden wir auch wieder erfolgreich sein.“

Helmut Hack stützt Kramer

Die während der zweiten Halbzeit deutlich zu vernehmenden „Kramer raus“-Rufe nahm der Kleeblatt-Coach auf Nachfrage der „Nürnberger Zeitung“ zumindest äußerlich gelassen: „Jeder Mensch wünscht sich in Zeiten, in denen es nicht so läuft, Unterstützung. Aber einer hat eben die Verantwortung, und im Stadion ist das dann eben der Trainer.“

Sowohl von Kapitän Wolfgang Hesl, der Kramers Arbeit ausdrücklich lobte, als auch von Präsident Helmut Hack erhielt der 42 Jahre alte Fußball-Lehrer indes Rückendeckung. Insbesondere Hack, der Vertragsgespräche mit Kramer erst Ende Februar führen will, stellte sich klar hinter den Coach: „Ich habe gerade allen Beteiligten gesagt, dass sie in den letzten sechs Wochen riesig gut gearbeitet haben. Da ist eine Truppe zusammengewachsen, zu der wir stehen. Und ich kann doch keinen Trainer in Frage stellen, der so gut arbeitet.“

Beim FC St. Pauli und gegen den SV Sandhausen, zwei Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte müssen nun aber Ergebnis folgen. Andernfalls könnte auch das klarste Bekenntnis bröckeln.