SpVgg Greuther Fürth: Roberto Hilbert sorgt für Unruhe

Frustrierter Routinier will wieder spielen

Roberto Hilbert

Seit Mitte September nicht mehr im Einsatz: Roberto Hilbert (r.) © Imago / Robert Michael

Auch wenn es aus den letzten beiden Spielen nur zu einem Zähler reicht, fällt die Zwischenbilanz der SpVgg Greuther Fürth mit 20 Punkten aus zwölf Begegnungen sehr positiv aus. Gemessen an den nach dem Fast-Abstieg in der letzten Saison nicht allzu hohen Erwartungen, kann man beim Kleeblatt mit der bisherigen Ausbeute auf jeden Fall sehr zufrieden sein.

Der bisherige Erfolg basiert sicherlich auch darauf, dass Trainer Damir Buric eine funktionierende Mannschaft gefunden hat, die in der Regel nur dann umgebaut wird, wenn es aufgrund von Sperren oder Verletzungen unausweichlich ist. Das führt natürlich automatisch zu unzufriedenen Spielern in der zweiten Reihe, von denen sich mit Roberto Hilbert der prominenteste im „Kicker“ (Asgabe 91/2018 vom 08.11.2018) zu Wort gemeldet hat.

Hilbert sieht sich in der ersten Elf

„Ich gönne es jedem im Team zu spielen. Aber was mich betrifft, ist es einfach nur enttäuschend“, macht der 34-Jährige keinen Hehl aus seinem Frust, der sich nach bislang nur drei Einsätzen in der laufenden Spielzeit angestaut hat. Zwar verpasste Hilbert Ende September drei Partien auch wegen eines Muskelfaserrisses, doch seitdem kam der Ex-Nationalspieler gar nicht mehr zum Zug und fehlte beim jüngsten 2:2 gegen den VfL Bochum sogar gänzlich im Kader.

Ich kann Dinge tun, die andere im Team oder in der 2. Liga nicht können. (Roberto Hilbert)

Auf der rechten Abwehrseite ist Hilbert nur noch zweite Wahl hinter Maximilian Sauer, der dem an den ersten beiden Spieltagen noch über 90 Minuten eingesetzten Routinier den Stammplatz abgeluchst hat. Für Hilbert eine nicht nachvollziehbare Entscheidung: „Wenn einer besser ist als ich, geht das in Ordnung. Aus meiner Sicht ist das aber nicht der Fall.“

Vielmehr ist der gebürtige Franke, der 2007 mit dem VfB Stuttgart deutscher Meister und 2011 mit Besiktas Istanbul türkischer Pokalsieger wurde, davon überzeugt, der Mannschaft noch immer weiterhelfen zu können: „Natürlich bin ich 34 und habe in 15, 16 Jahren als Profi ein paar Kilometer abgelaufen. Aber ich kann marschieren, bin bei 100 Prozent. Und ich kann Dinge tun, die andere im Team oder in der 2. Liga nicht können.“

Ob Hilbert seine Position mit diesen Aussagen verbessert hat, ist allerdings zumindest fraglich. Ebenso, ob der ehemalige Leverkusener am Sonntag beim 1. FC Union Berlin zum Aufgebot zählt.

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