SpVgg Greuther Fürth: Wird David Raum der nächste Millionenverkauf?

Eigengewächs wird immer stärker

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 29.11.17 | 07:39
David Raum

Setzt immer mehr Akzente: David Raum (l.) © Imago / Zink

Es gehört zur Philosophie der SpVgg Greuther Fürth, Spieler auszubilden und weiterentwickeln, um mit Verkäufen Transfereinnahmen zu generieren. Die jüngsten Beispiele waren im zurückliegenden Sommer Veton Berisha (Rapid Wien) und Marcel Franke (Norwich City), die zusammen rund 4,5 Millionen Euro in die Kassen gespült haben.

Beide haben ihre ersten Schritte im Profifußball allerdings nicht in Fürth gemacht, sondern die SpVgg als Zwischenschritt genutzt. Die letzten echten Fürther Eigengewächs, die teuer verkauft werden konnten, waren derweil Edgar Prib, Felix Klaus und Johannes Geis, die dem Ronhof allesamt im Sommer 2013 den Rücken gekehrt haben.

Warten auf den Durchbruch bei Schad und Co.

Seitdem hat die Fürther Nachwuchsschule keine ganz großen Talente mehr hervorgebracht. Spieler wie Dominik Schad, Benedikt Kirsch oder Daniel Steininger sind zwar schon länger im Profikader dabei, haben den Durchbruch aber bisher nicht geschafft.

Zwei andere Talente befinden sich in dieser Saison aber auf einem guten Weg. Zum einen Patrick Sontheimer, der freilich schon vorige Spielzeit zu seinen ersten elf Einsätzen in de 2. Bundesliga kam und in der laufenden Saison in zwölf von 15 Partien auf dem Platz stand. Dass der 19-jährige Mittelfeldspieler noch einen Vertrag bis 2020 inklusive Option auf ein weiteres Jahr besitzt, könnte für die SpVgg noch Gold wert sein.

Raums Vertrag mit Option bis 2020

Ein Jahr eher endet der Vertrag von David Raum, den der Verein aber per Option auch bis 2020 verlängern kann. Und der ebenfalls 19-Jährige ist momentan das vielleicht vielversprechendste Pferd im Fürther Nachwuchsstall. Nach zwei Toren im DFB-Pokal traf Raum beim 4:0 gegen den FC St. Pauli erstmals auch in der 2. Bundesliga, in der nach sieben Einsätzen zudem drei Assists auf dem Konto des schnellen Linksfußes stehen.

Das Debüt in der U20-Nationalmannschaft im September und mittlerweile vier Einsätze für die Mannschaft von Fürths Ex-Trainer Frank Kramer sind der Lohn für die Leistungen des Offensiv-Allrounders, der bei der SpVgg aktuell in der Spitze zum Einsatz kommt, eigentlich aber auf dem linken Flügel zu Hause ist.

Unabhängig von der Position dürfte Raum schon jetzt im Notizblock anderer Vereine stehen. Knüpft der Youngster an seine zuletzt gezeigten Leistungen an, stehen die Fürther Chancen auf den nächsten Millionentransfer wohl nicht schlecht.

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