SpVgg Greuther Fürth: Wird die Schlussphase zum Dauerproblem?

Trainer Damir Buric kündigt Analyse an

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 19.08.20 | 07:43
Damir Buric

Hadert mit zwei verlorenen Punkten: Damir Buric © Imago / Zink

Es schien im Vorfeld kaum möglich, doch die Last-Minute-Pleite im Pokal nach Verlängerung gegen Borussia Dortmund samt kassiertem Ausgleich in der fünften Minute der Nachspielzeit hat die SpVgg Greuther Fürth am gestrigen Samstag noch „getoppt“. Trotz Überzahl und einer 2:0-Führung nach 88 Minuten reichte es für das Kleeblatt gegen den SC Paderborn wegen zweier später Gegentore nur zu einem letztlich enttäuschenden 2:2.

Mit dem Treffer zum 2:0 durch Daniel Keita-Ruel in der 84. Minute schien gegen einen seit kurz vor der Pause dezimierten Gegner alles klar, doch mit dem Freistoßtor von Philipp Klement sorgte Paderborn fünf Minuten später wohl auch in Erinnerung an den Pokalabend für wacklige Fürther Knie, was den Ostwestfalen sogar noch den Ausgleich bescherte.

Klare Worte von Trainer Buric

Ein sichtlich leidender Trainer Damir Buric, der nach seinem Fehlen gegen Dortmund aufgrund eines Trauerfalls wieder auf der Bank saß, machte nach Spielschluss in einem offiziellen Statement seiner Enttäuschung Luft: „Wir haben einfache Dinge nicht gelernt. In der letzten Minute läufst du wie schon gegen Dortmund in einen Konter. Wir müssen schnellstens lernen und diese Fehler abstellen.“

„ Wir haben noch viel Arbeit vor uns. ”
Damir Buric

Vor allem, dass die Überzahl seiner Mannschaft kaum zu erkennen war, beschäftigt Buric und wird Teil einer vom Coach angekündigten Analyse sein: „Für mich war die größte Frage: wir waren in Überzahl und wir waren ängstlich. Du musst dich da nach der Führung behaupten und zeigen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber wir wissen, dass wir uns in einem Prozess befinden und noch nicht die Stabilität haben.“

Fünf Punkte aus den ersten drei Spielen sind zwar auch mit Blick auf die vergangene Saison, an deren Ende bis zur letzten Sekunde um den Klassenerhalt gezittert werden muss, ein durchaus ordentlicher Start, der aber auch noch besser hätte ausfallen können.

Beim noch punkt- und torlosen MSV Duisburg will das Kleeblatt am nächsten Samstag nun die Last-Minute-Enttäuschungen vergessen machen. Dort etwas mitzunehmen und in der Schlussphase stabil zu stehen, wäre auch in psychologischer Hinsicht wichtig, damit die späten Gegentore nicht noch zu einem mentalen Dauerproblem werden.

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