VfL Bochum: Dreierkette mehr als eine Variante?

Patrick Fabian könnte wieder eine größere Rolle spielen

Patrick Fabian

Bislang noch ohne Saisoneinsatz: Patrick Fabian. © imago images / Eibner

Noch ohne Neuzugang Robert Zulj, der von der TSG 1899 Hoffenheim losgeeist wurde und am heutigen Donnerstag im Trainingslager in Spanien erstmals mit den neuen Kollegen trainieren soll, hat der VfL Bochum am Mittwoch das erste Testspiel der Wintervorbereitung gegen den ungarischen Erstligisten Mol Fehervar FC mit 2:0 gewonnen.

Während Milos Pantovic per Elfmeter und Robert Tesche im zweiten Durchgang für die beiden Tore sorgten, legte Trainer Thomas Reis wie angekündigt verstärkten Wert auf die Defensivarbeit. Und nach 34 Gegentoren an den ersten 18 Spieltagen, die nur vom SV Wehen Wiesbaden (35) noch knapp überboten wurden, waren die ersten 90 Minuten im neuen Jahr in dieser Hinsicht durchaus ein Schritt in die richtige Richtung.

Reis bastelt verstärkt an der Dreierkette

Gegen einen allerdings auch schwachen Gegner ließ der VfL über 90 Minuten wenig zu und das in zwei verschiedenen Grundordnungen. Nachdem in der Hinrunde die Viererkette noch fester Bestandteil des Bochumers Spiels war, ließ Coach Reis zuletzt schon im Training  auch die Abläufe mit einer Dreier- bzw. Fünferkette einstudieren.

Im ersten Test stand so in der ersten Hälfte eine Dreierreihe mit Saulo Decarli, Patrick Fabian und Simon Lorenz auf dem Platz, die von Cristian Gamboa rechts und Danilo Soares links flankiert wurde. Davor bildeten Anthony Losilla und Vitaly Janelt die Doppelsechs, während offensiv Danny Blum und Simon Zoller in hängender Rolle Mittelstürmer Silvere Ganvoula unterstützten.

Dass beide Außenverteidiger, die jeweils Qualitäten im Spiel nach vorne haben, mit drei Innenverteidigern im Rücken mehr Freihheiten genießen, ist einer der Vorteile der Dreierkette, mit der dem Gegner in der Regel natürlich auch weniger Räume im gefährlichen Bereich am und im eigenen Strafraum zur Verfügung stehen. Eine Offensivkraft befindet sich dann zwar nominell weniger auf dem Platz, doch scheint dieser Nachteil zugunsten der höheren Stabilität zu verkraften, zumal gerade Blum und Zoller Spieler sind, die gerne mit Anlauf kommen und Raum brauchen.

Kommt noch ein Innenverteidiger?

Die Viererkette bleibt indes auch weiterhin eine Option. So bot Reis am Mittwoch nach der Pause wieder eine Viererreihe mit Stefano Celozzi, Armel Bella Kotchap, Maxim Leitsch und Moritz Römling auf. Insgesamt sah die Aufstellung in den zweiten 45 Minuten aber schon eher nach einer B-Variante aus, womit die Tendenz im Moment wohl zur Dreierkette geht. Bella Kotchap und Tesche liefern sich zwar enge Duelle mit Lorenz und Janelt, doch ansonsten haben die Akteure aus dem ersten Durchgang tendenziell die Nase vorne.

Bemerkenswert ist dies vor allem in Bezug auf Routinier Fabian, der in der Hinrunde kein einziges Mal zum Einsatz kam. Der 32-Jährige, der offiziell als Standby-Profi fungiert und bereits an seiner Karriere nach der Karriere auf der Führungsebene des Vereins arbeitet, scheint im letzten Halbjahr seiner aktiven Laufzeit noch einmal eine wichtige Rolle einzunehmen. Die nach wie vor im Raum stehende Verpflichtung eines Innenverteidigers könnte die Karten allerdings nochmals neu mischen.

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