VfL Bochum: Nicht bereit für den Abstiegskampf?
Vier Duelle mit schlechter platzierten Klubs stehen an
Appelliert an den Zusammenhalt: Uwe Rösler. © IMAGO / Jan Huebner
Die während der Länderspielpause erlittene 0:4-Testspielniederlage gegen Rot-Weiss Essen war für den VfL Bochum in Kombination mit der zuvor kassierten 2:3-Heimpleite gegen Holstein Kiel eigentlich ein Warnschuss, doch anstatt mit geschärften Sinnen in den Endspurt der 2. Bundesliga zu gehen, verlor die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler am Samstag beim 1. FC Magdeburg mit 1:4 und droht nun richtig tief in den Abstiegskampf zu rutschen.
Aktuell liegt der VfL zwar noch vier Punkte vor dem Relegationsplatz und fünf Zähler vor dem ersten Abstiegsrang, doch die Mannschaften auf den Plätzen 15 bis 18 sind am heutigen Sonntag allesamt noch im Einsatz und könnten den Druck auf Bochum nochmals erhöhen.
Mit einem Auftritt wie in Magdeburg droht dem VfL indes unabhängig von der Konkurrenz der Super-GAU. „Unsere Leistung ist schwer zu erklären. Das war wenig bis gar nichts, das muss man ehrlich sagen. Wir hatten 15 ordentliche bis gute Minuten – auch in der Phase, wo wir das 1:2 machen. Ansonsten war das definitiv zu wenig für den Abstiegskampf“, fand mit Maximilian Wittek auf der Vereinshomepage einer der erfahrensten Akteure zumindest deutliche Worte.
Klare Worte auch von Timo Horn
Und auch Schlussmann Timo Horn verschließt die Augen vor der Realität nicht: „Wir müssen uns etwas einfallen lassen. So geht es nicht weiter. Wir hatten in vielen Mannschaftsteilen Blackouts, die nicht leicht zu erklären sind. Wir haben den Gegner eingeladen, Tore zu erzielen – obwohl wir wussten, dass Magdeburg guten Fußball spielen kann, auch wenn sie unten drin stehen.“
Im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig will Horn nächste Woche „eine Reaktion zeigen“. Bei Dynamo Dresden, gegen die SpVgg Greuther Fürth und bei Arminia Bielefeld folgen anschließend drei weitere Duelle mit Mannschaften, die in der Tabelle noch schlechter platziert sind.
In den nächsten Wochen zu punkten, ist für den VfL nun unerlässlich, soll sich die Lage nicht noch mehr als ohnehin schon zuspitzen. Trainer Rösler appelliert mit Blick auf die anstehenden Aufgabe an den Zusammenhalt und hofft schon gegen Braunschweig auf eine ganz andere Teamleistung: „Die Lösung liegt ausschließlich in der Kabine. Alle müssen sich in die gleiche Richtung pushen, damit wir die Punkte einfahren, die wir noch brauchen.“
Dann muss der VfL zeigen, bereit zu sein für den Abstiegskampf. Zweifel daran lassen die letzten Spiele gegen Kiel und nun in Magdeburg indes durchaus zu.
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