Vorschau: 1. FC Heidenheim vs. 1. FC Kaiserslautern
Vorbericht, Aufstellung & Tipp für den 09.10.2026
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Dritter gegen Fünfter – die 2. Bundesliga meldet sich mit einem Verfolgerduell zurück aus der knapp dreiwöchigen Länderspielpause, wenn der 1. FC Heidenheim am Freitagabend im Rahmen des siebten Spieltages den 1. FC Kaiserslautern empfängt. Heidenheims Start war zwar durchaus holprig, doch mit 13 Punkten liegt die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt auf Wiederaufstiegskurs. Kaiserslautern hat zwei Zähler weniger auf dem Konto, könnte mit einem Sieg auf der Ostalb aber am FCH vorbeiziehen und die in der Pfalz stets vorhandenen Träume von der Rückkehr in die Bundesliga befeuern.
1. FC Heidenheim: Mikkel Kaufmann von Anfang an?
Mit einer 0:3-Niederlage beim VfB Stuttgart und einem 3:1-Sieg gegen die Würzburger Kickers sind die beiden Testspiele des 1. FC Heidenheim während der Länderspielpause unterschiedlich, mit Blick auf die Gegner aus erster und dritter Liga aber auch erwartungsgemäß verlaufen.
Knapp drei Wochen nach dem 2:2 bei Arminia Bielefeld, wo die Schmidt-Elf mit einer schwachen Chancenverwertung zwei Punkte hat liegen lassen, will Heidenheim nun an die zuvor gegen Dynamo Dresden (5:3), bei der SpVgg Greuther Fürth (1:0) und gegen Holstein Kiel (1:0) eingefahrenen drei Siege in Serie anknüpfen. In Abwesenheit der noch fehlenden Offensivkräfte Maximilian Breunig und Sirlord Conteh sind nicht viele Änderungen zu erwarten.
Während im Tor Thomas Dähne weiter den Vorzug vor Frank Feller erhalten dürfte, könnte aber im Sturm Mikkel Kaufmann an die Seite von Budu Zivzivadze rücken. Alessandro Vogt, der am Dienstag noch mit der U21 der Schweiz im Einsatz war – und gegen Frankreich mit 1:7 unter die Räder kam – müsste dann zunächst auf die Bank.
Die voraussichtliche Aufstellung: Dähne – Busch, Mainka, Föhrenbach, Heule – Niehues, Schöppner – Hennrich, Conteh – Zivzivadze, Kaufmann
1. FC Kaiserslautern: Mehrfache Entwarnung und einige Rückkehrer
„Heidenheim ist ein Erstliga-Absteiger, der dritte, gegen den wir auswärts spielen. Das ist eine große Herausforderung, die wir vor der Brust haben“, machte Lauterns Trainer Torsten Lieberknecht im Rahmen der Pressekonferenz am Donnerstag keinen Hehl aus seinem Respekt vor dem Gegner, sprach zwischen den Zeilen indes auch die gelungenen Auftritte beim VfL Wolfsburg (0:0) und beim FC St. Pauli (2:1) an, die ein Stück weit der Maßstab sind.
Weil Jacob Rasmussen, Jan Elvedi, Simon Asta, Mika Haas und Erencan Yardimci, die zu Wochenbeginn allesamt noch fraglich waren, zur Verfügung stehen, stellt sich die Personalsituation trotz der andauernden Ausfälle von Kelven Frees, David Schramm und Owen Gibs gut dar. Erst recht, weil sich mit Naatan Skyttä und Ivan Prtajin auch zwei potentielle Unterschiedsspieler nach längeren Pausen zurückgemeldet haben, zudem der spät verpflichtete Milos Lukovic nun eine Option ist.
Ob der mit Rückenproblemen von der österreichischen U21 zurückgekehrte Thierry Tazemeta auflaufen kann, ist zwar noch offen, doch wären für den Fall der Fälle genügend Alternativen vorhanden – wenngleich gerade Prtajin zunächst sicherlich noch kein Kandidat für die Startelf ist.
Die voraussichtliche Aufstellung: Krahl – Elvedi, Gyamfi, Rasmussen – Joly, Kunze, Sahin, Haas – Ritter, Skyttä – Yardimci
TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky (Anstoß: Freitag, 18:30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 22.30 Uhr bei ARD One.
Tipp & Prognose zum Spiel
Warum „Beide treffen: Ja“ unser Werttipp ist: Die 1.47 reflektiert zwei offensivstarke Teams auf Augenhöhe. Heidenheim hat in sechs Spielen 14 Tore erzielt (2,3 pro Partie), kassierte aber auch neun — die 5:3-Torshow gegen Dresden zeigt das Muster. Kaiserslautern hat auswärts bei Wolfsburg und St. Pauli bewiesen, dass der FCK gegen Bundesliga-Absteiger bestehen kann. Mit Skyttä als Rückkehrer und Yardimci im Sturm hat Lieberknecht die Mittel, um Heidenheims anfällige Defensive zu bestrafen. Ein 2:1 oder 3:1 ist das wahrscheinlichste Ergebnis.
Die Risikowette auf Kaiserslautern (3.50) lebt von der Auswärtsstärke gegen Absteiger: 0:0 bei Wolfsburg, 2:1 bei St. Pauli. Lieberknecht hat die Länderspielpause genutzt, um mit Skyttä, Prtajin und Lukovic drei Optionen zurückzubekommen. Heidenheim fehlt mit Breunig ein wichtiger Offensivmann, und nach drei Wochen Pause ist der Rhythmus ein Fragezeichen. Bei 3.50 dreieinhalb-faches Geld für ein Team mit bewiesener Auswärtskompetenz.
