1. FC Heidenheim: Steht die Defensive auch beim Angstgegner?

Alle vier Zweitliga-Duelle mit Regensburg gingen verloren

Kevin Müller

Kevin Müller wurde in den letzten vier Spielen nur einmal überwunden. © Imago / foto2press

Das Pokal-Aus beim SV Werder Bremen (1:4) einmal ausgeklammert zählt der 1. FC Heidenheim zu den formstärksten Mannschaften der 2. Bundesliga. Seit der unerwarteten 2:3-Heimniederlage Anfang Oktober gegen den VfL Bochum verbuchte das Team von Trainer Frank Schmidt aus vier Spielen acht Punkte und schwang sich damit auf Rang vier zum ersten Verfolger des Spitzentrios auf.

Ein wesentlicher Faktor für die positiven Ergebnisse der letzten Wochen war die sehr stabile Defensive, die in den vergangenen vier Partien in der Liga lediglich ein Gegentor zugelassen hat. Generell stellt der FCH mit 14 Gegentreffern die drittbeste Hintermannschaft nach dem Hamburger SV und dem VfL Osnabrück (je zwölf).

Seit elf Ligaspielen gegen Regensburg sieglos

Am Sonntag allerdings wird die Heidenheimer Stabilität mutmaßlich auf eine harte Probe gestellt. Zumindest dann, wenn man auf die Statistik vertraut. Denn bei Jahn Regensburg trifft die Schmidt-Elf auf ihren Angstgegner der letzten Jahre. Zwar gewann der FCH 2017/18 im DFB-Pokal mit 5:2 in Regensburg, doch von den bisherigen zwölf Ligaduellen seit 2009 konnte Heidenheim nur das allererste vor mittlerweile knapp zehn Jahren noch in der 3. Liga für sich entscheiden.

Bis 2014 folgten in der Drittklassigkeit bei zwei Niederlagen immerhin noch fünf Unentschieden, ehe sämtliche vier Zweitliga-Begegnungen mit dem Jahn seit 2017 verloren wurden. 2017/18 unterlag Heidenheim zunächst zu Hause mit 1:3 und verlor dann in Regensburg mit 0:2. In der vergangenen Spielzeit gingen beide Partien mit 1:2 daneben.

Diese Negativserie soll am Sonntag nach Möglichkeit beendet werden. Dabei dürfte Trainer Schmidt, der rund um das Pokalspiel in Bremen zu einer bemerkenswert umfassenden Rotation gegriffen hat, im Vergleich zum 4:0-Erfolg vor der Länderspielpause über Hannover 96 kaum größere Veränderungen vornehmen.

Die für die defensive Stabilität zusammen mit Keeper Kevin Müller maßgeblich verantwortliche Viererkette mit Marnon Busch, Patrick Mainka, Oliver Hüsing und Norman Theuerkauf sollte ebenso unverändert bleiben wir das zentrale Mittelfeld mit Niklas Dorsch und Sebastian Griesbeck. Timo Beermann hatte gegen Aue am vorletzten Spieltag zwar wieder eine Chance bekommen, es war jedoch die einzige der letzten vier Partien, in denen Heidenheim ein Tor kassierte.