1. FC Heidenheim: Welche Folgen hat der Abgang von Robert Glatzel?

Torjäger mit dem vorhandenen Personal zu ersetzen?

Robert Glatzel

Robert Glatzel jubelt künftig auf der Insel. © imago images / Jan Hübner

Update (11:21 Uhr):
Der 1. FC Heidenheim hat den Wechsel von Robert Glatzel zu Cardiff City soeben offiziell bestätigt. „Das Angebot von Cardiff City ist nicht nur für Robert hochattraktiv, sondern beinhaltet auch den mit Abstand höchsten Transfererlös für unseren Verein, den wir bislang je erzielen konnten“, so Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald.

„Spätestens mit seinen drei Treffern im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München hat er sich bei Vereinen in den Fokus gespielt, die finanziell über völlig andere Mittel verfügen als wir. Mit seinem Dreierpack beim Max Liebhaber-Pokal gegen den FC Middlesbrough während der Vorbereitung hat er auch auf dem englischen Markt nochmals für zusätzliches Aufsehen gesorgt“, so Sanwald weiter.

Ursprünglicher Artikel (7:36 Uhr):
Offiziell ist der Wechsel von Robert Glatzel zu Cardiff City noch nicht, doch sieht es stark danach aus, dass der 1. FC Heidenheim innerhalb weniger Wochen nach Robert Andrich (1. FC Union Berlin) und Nikola Dovedan (1. FC Nürnberg) einen dritten Leistungsträger verliert.

Glatzel weilte am gestrigen Dienstag bereits zum Medizincheck beim Premier-League-Absteiger, wie Heidenheims Pressesprecher Markus Gamm gegenüber der Südwest Presse bestätigte. Wahrscheinlich, dass die Vollzugsmeldung zeitnah folgt und dem Vernehmen nach rund sechs Millionen Euro auf das Heidenheimer Konto fließen.

Transfereinnahmen erhöhen sich auf knapp zehn Millionen Euro

Zusammen mit den Ablösen für Dovedan und Andrich bewegen sich die Heidenheimer Transfererlöse in der laufenden Transferperiode bei annähernd zehn Millionen Euro, denen nur Ausgaben im niedrigen siebenstelligen Bereich gegenüberstehen.

Es wäre also reichlich Geld vorhanden, um auf den Abgang von Glatzel noch mit einem neuen Stürmer zu reagieren. Doch ob der FCH nachbessern wird, ist offen. Einerseits hinterlässt Glatzel, der vergangene Saison in 26 Ligaspielen 13 Tore erzielt und vier vorbereitet hat, natürlich eine große Lücke. Aber andererseits sind durchaus auch Optionen vorhanden, um diese ohne Neuzugang schließen zu können – wie beim 3:1-Sieg in Osnabrück gezeigt, als Glatzel gesperrt fehlte.

So war die Ausleihe von David Otto, der zum Einstand als Joker in Osnabrück direkt getroffen hat, vermutlich auch schon ein Vorgriff auf den schon länger im Raum stehenden Abgang von Glatzel. Mit Patrick Schmidt und Denis Thomalla stehen darüber hinaus zwei weitere Angreifer zur Auswahl, die zwar auch auf dem Flügel eingesetzt werden können, im Zentrum aber gefährlicher sind.

Sanwald und Schmidt können abwarten

Weil für die in der Regel aufgebotene offensive Dreierreihe neben Thomalla und Schmidt mit Marc Schnatterer, Robert Leipertz, Merveille Biankadi und Kolja Pusch vier weitere Akteure zur Verfügung stehen, besteht zunächst kein zwingender Handlungsbedarf. Auch, weil im Notfall auch die Talente Kevin Sessa, Andre Owusu und Gökalp Kilic noch bereit stünden.

Auf jeden Fall bleibt den Heidenheimer Verantwortlichen noch Zeit bis zum 2. September, um über Nachverpflichtungen zu entscheiden. Läuft es in den kommenden Wochen gut und bleiben nach dem Kreuzbandriss von Maximilian Thiel weitere Verletzungen aus, könnte der FCH durchaus auch auf Transfers verzichten. Im Wissen, über ausreichend Mittel zu verfügen, können Trainer Frank Schmidt und Vorstandsboss Holger Sanwald die Entwicklung erst einmal abwarten.

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