1. FC Nürnberg: Interner Ersatz für Tim Leibold?

Valentini, Sorg und Kerk als Alternativen

Tim Leibold

Kehrt dem 1. FC Nürnberg den Rücken: Tim Leibold. © imago images / Zink

Die offizielle Vollzugsmeldung steht zwar noch aus, doch wenn nichts Außergewöhnliches mehr passiert, hat Tim Leibold bei seinem 45-minütigen Auftritt am Mittwoch beim 6:0-Testspielsieg bei der DJK Ammerthal letztmals das Trikot des 1. FC Nürnberg getragen. Sportvorstand Robert Palikuca bestätigte gegenüber den Nürnberger Nachrichten einen Bericht der Bild, laut dem der Linksverteidiger zum Hamburger SV wechseln wird.

Während Leibold, der nach Informationen der „Bild“ aufgrund einer Ausstiegsklausel lediglich 1,8 Millionen Euro in die Kassen spült, am heutigen Freitag in Hamburg den Medizincheck absolviert und danach wohl offiziell präsentiert wird, bleibt abzuwarten, wie sich der Club auf der linken Abwehrseite aufstellen wird.

Neuer Versuch mit Sebastian Kerk?

Laut den „Nürnberger Nachrichten“ hat Palikuca Alternativen zu Leibold im Kopf, wobei es sich vermutlich um mögliche Neuzugänge handelt. Allerdings gibt der vorhandene Kader durchaus auch Möglichkeiten her, den Abgang des 25-Jährigen intern zu kompensieren.

Enrico Valentini fühlt sich zwar auf der rechten Abwehrseite wohler, verfügt aber auch über einige Erfahrungen als Linksverteidiger. Selbiges gilt für Neuzugang Oliver Sorg, der ebenso links wie rechts verteidigen kann. Der 19-jährige Fabian Nürnberger, der aus der zweiten Mannschaft in den Profikader aufgerückt ist, wird zumindest in der Vorbereitung auch seine Chance erhalten.

Möglicherweise probiert Trainer Damir Canadi dann auch eine Variante aus, mit der bereits Vorgänger Boris Schommers im Frühjahr überrascht hat. Zumindest vorstellbar wäre, dass das Experiment mit dem eigentlich offensiver veranlagten Sebastian Kerk als Linksverteidiger eine Wiederholung findet. Auch, weil Kerk links offensiv mit Robin Hack starke Konkurrenz erhalten hat und das Rennen um die Plätze in der Offensive noch enger wird, sollten die umworbenen Chadrac Akolo und Nikola Dovedan tatsächlich in Nürnberg aufschlagen.