1. FC Nürnberg: Pleite gegen RB Leipzig als nächster Dämpfer

Christian Mathenia leitet Pokal-Aus ein

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 13.09.20 | 07:33
Christian Mathenia

Leitete mit seinem Ballverlust das Pokal-Aus ein: Christian Mathenia. © imago images / Schüler

Nachdem während der Vorbereitung aufeinanderfolgende Siege gegen die TSG 1899 Hoffenheim (5:2) und Türkgücü München (2:1) sowie vor allem die dabei gezeigte Spielanlage zumindest für den Anflug von Euphorie am Valznerweiher sorgten, hat der 1. FC Nürnberg nach der Niederlage im finalen Testspiel beim 1. FC Union Berlin (1:2) den nächsten Dämpfer erhalten. In der ersten Runde des DFB-Pokals waren die Franken gegen RB Leipzig letztlich chancenlos und mit einer 0:3-Niederlage sogar noch gut bedient.

Trainer Robert Klauß, der gegen seinen alten Arbeitgeber zumindest auf eine Überraschung gehofft haben dürfte, sah in seinem Statement auf der vereinseigenen Webseite im frühen 0:1 durch Amadou Haidara in der dritten Minute den Knackpunkt: „Wir kriegen gleich ein frühes Gegentor. Das nimmt dir natürlich ein bisschen den Mut, den du in so einem Spiel brauchst. Mit der Führung hat Leipzig sehr selbstbewusst agiert, während wir falsche Lösungen gewählt haben.“

Mit dem zweiten Durchgang aber zeigte sich Klauß, der überraschend zunächst auf Johannes Geis und über die komplette Distanz auf Georg Margreitter verzichtet hatte, aber einverstanden: „Gegen so einen Gegner muss einfach alles passen. Wir nehmen aber mit, dass wir dem Gegner in der zweiten Halbzeit Paroli geboten haben.“

Gleich zum Saisonstart Druck auf Mathenia

Dafür, dass der Club nicht länger die Null halten konnte, war auch Christian Mathenia verantwortlich. Der Schlussmann schoss am eigenen Strafraum Leipzigs Christopher Nkunku an, rettete anschließend zwar noch, war aber danach nicht auf dem Pfosten, als Haidara von Marcel Sabitzer freigespielt aus 16 Metern die Gästeführung markierte.

Für den gerade erst als Nummer eins bestätigten Mathenia nahm das erste Pflichtspiel damit natürlich einen höchst unglücklichen Verlauf, wenngleich der 28-Jährige in der Folge mehrfach gut reagierte, aber auch nicht durchweg Souveränität ausstrahlte.

Klar ist mit diesem Patzer schon jetzt, dass Mathenia in den nächsten Wochen beginnend mit dem Zweitliga-Auftakt am Freitag bei Jahn Regensburg unter besonderer Beobachtung steht. Schließlich befindet sich mit dem vom FC Bayern München ausgeliehenen Christian Früchtl ein neuer Rivale in Lauerstellung, der sich von seinem Wechsel nach Nürnberg sicherlich mehr erhofft hatte als einen Platz auf der Bank.