1. FC Nürnberg: Rückkehrer sorgen für Luxusprobleme

Vier Innenverteidiger kämpfen um zwei Plätze

Asger Sörensen

Kehrt nach abgesessener Sperre zurück: Asger Sörensen. © imago images / Zink

Mit dem 1:0-Sieg am vergangenen Wochenende beim Karlsruher SC hat der 1. FC Nürnberg einen Big-Point im Kampf gegen den Abstieg gelandet und nun zumindest fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. In der einen oder anderen Situation, etwa als ein Foul von Robin Hack im eigenen Strafraum an Manuel Stiefler folgenlos blieb, hatte der Club im Wildparkstadion zwar auch das nötige Glück, verdiente sich den Erfolg aber zugleich durch eine konzentrierte Leistung insbesondere im Defensivbereich.

Just in diesem steht Trainer Jens Keller nun vor der Partie am Freitagabend gegen Hannover 96 gleich vor mehreren Luxusproblemen. Grund dafür ist die Rückkehr von Asger Sörensen und Fabian Nürnberger, die ihre zuvor bei der Heimpleite gegen Darmstadt 98 (1:2) eingehandelten Sperren abgesessen haben. Zudem könnte der in seinen ersten Einsätzen so überzeugende Winterneuzugang Konstantinos Mavropanos nach seiner gegen Darmstadt erlittenen Beckenprellung wieder zur Verfügung stehen.

Mit Margreitter und Mavropanos in der Innenverteidigung?

Auf der Doppelsechs, wo Nürnberger vor seiner Zwangspause gute Leistungen abgeliefert und sich festgespielt hatte, funktionierte in Karlsruhe allerdings das Duo Patrick Erras und Johannes Geis hervorragend. Defensiv ließ der Club auch dank der beiden defensiven Mittelfeldspieler wenig zu, während Geis auch offensiv mit seinem Aufbauspiel und seinen meist gefährlichen Standards ein wichtiger Faktor war. So fiel das goldene Tor in Karlsruhe auch nach einem Geis-Eckball – erzielt per Kopf von Erras.

Nürnberger auf der Bank zu lassen, wäre nun sicherlich ein Härtefall, doch haben sich Erras und Geis eine erneute Nominierung verdient. Das gilt grundsätzlich auch für Georg Margreitter und Lukas Mühl in der Innenverteidigung, die mit dem gesamten Defensivverbund wenig zugelassen haben. Allerdings führt gerade an Mavropanos in der Form der ersten Spiele des Jahres eigentlich kein Weg vorbei, sofern der zu Wochenbeginn noch individuell trainierende Grieche ab dem heutigen Mittwoch ohne Probleme im Mannschaftstraining mitmischen kann.

Da auch Margreitter schon alleine wegen seiner Persönlichkeit enormen Wert für die Nürnberger Hintermannschaft besitzt, dürfte der erfahrene Österreicher ebenfalls gesetzt sein. Für Lukas Mühl könnte es somit trotz der fehlerfreien Leistung in Karlsruhe eher eng werde, wobei vorstellbar ist, dass das Eigengewächs den Vorzug vor Sörensen erhält, sollte es für Mavropanos nicht reichen.