1. FC Nürnberg: Thorsten Kirschbaum bleibt wohl im Tor

Raphael Schäfer wieder fit, aber nur auf der Bank

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.18 | 10:07
Thorsten Kirschbaum

Thorsten Kirschbaum hat gute Chancen, im Tor zu bleiben © Imago

Nach zwei Siegen in Folge neigen Trainer in der Regel dazu, weitgehend auf Änderungen zu verzichten und ihre erfolgreiche Mannschaft erneut auf den Platz zu schicken. Beim 1. FC Nürnberg ist dies vor dem Gastspiel am Sonntag beim Karlsruher SC wegen der Gelb-Rot-Sperre von Edgar Salli zwar nicht gänzlich möglich, doch abgesehen vom Kameruner könnte Trainer Alois Schwartz nach den Siegen bei Arminia Bielefeld (3:1) und gegen den 1. FC Union Berlin (2:0) auf das gleiche Personal bauen.

Spannung verspricht dabei vor allem die Torwartfrage, da mit Raphael Schäfer der als unumstrittene Nummer eins in die Saison gegangene Schlussmann nach auskurierten Knieproblemen wieder fit ist und voll trainiert.

Perspektive spricht für Kirschbaum

Noch in der vergangenen Woche wich Trainer Schwartz auf die Frage nach dem Torhüter für die Partie in Karlsruhe aus und betonte, erst einmal Schäfers Rückkehr ins Training abwarten zu wollen. Doch nun muss der Club-Coach zeitnah eine Entscheidung treffen, ob Routinier Schäfer zurückkehrt oder Thorsten Kirschbaum im Tor bleibt, der seine Chance in den letzten Wochen mit guten Leistungen fraglos genutzt hat.

Nach Informationen des Kicker (Ausgabe 83, vom 13.10.2016) dürfte Kirschbaum die besseren Karten haben.  Weil der im letzten Sommer als Torwart der Zukunft verpflichtete Kirschbaum mit 29 Jahren die weitaus bessere Perspektive aufweist und Schäfer nicht dafür bekannt ist, als zweiter Mann für Ärger zu sorgen, wäre es eine Überraschung, würde sich Schwartz für einen Torwartwechsel entscheiden. Klar ist indes auch, dass Kirschbaum die zuletzt gezeigten Leistungen bestätigen muss, um seinen Platz zu verteidigen und die in ihn gesetzten Erwartungen mit Verspätung zu bestätigen.