Arminia Bielefeld: Eine alte und eine neue Stärke

Zu den treffsicheren Stürmern kommt eine neue Qualität bei Standards

Fabian Klos

Ein Tor und eine Vorlage beim 3:1 gegen Aue: Fabian Klos. © imago images / pmk

Zwei spät geretteten Unentschieden gegen den FC St. Pauli (1:1) und beim VfL Bochum (3:3) hat Arminia Bielefeld nicht nur den Einzug in die zweite Pokalrunde durch ein 1:0 bei Viktoria Berlin folgen lassen, sondern am gestrigen Samstag mit einem 3:1 gegen Erzgebirge Aue nun auch den ersten Dreier in der Liga.

Mit fünf Punkten steht der DSC nun sehr ordentlich da und befindet sich auf einem guten Weg, an die starke Rückrunde der Vorsaison anzuknüpfen. Daran, dass in den 16 Spielen der Rückrunde 2018/19, die nach Weihnachten ausgetragen wurden, kein anderer Zweitligist besser punkten konnte, hatten mit Fabian Klos und Andreas Voglsammer die beiden Torjäger großen Anteil.

Standards als neue Stärke?

Klos war mit 17 Toren und elf Vorlagen zweitbester Scorer der vergangenen Saison hinter Kölns Simon Terodde (29 Tore, sieben Assists) und Voglsammer lag in diesem Ranking mit 13 Treffen und sieben Vorlagen auf dem neunten Platz.

In der neuen Spielzeit stehen beide nach drei Spieltagen bereits wieder bei drei Scorer-Punkten. Klos traf beim 3:3 in Bochum, übrigens auf Vorlage von Voglsammer, und war am Erfolg gegen Aue mit einem Tor und dem herausgeholten Elfmeter zum 3:1-Endstand, den Voglsammer verwandelte, entscheidend beteiligt. Voglsammer trat in Bochum zudem auch als Torschütze in Erscheinung und erzielte überdies im Pokal das goldene 1:0 in Berlin.

Schon nach wenigen Wochen in der neuen Saison lässt sich wieder konstatieren, dass von den beiden Angreifern einiges abhängt, wobei zusätzlich die inklusive Pokal schon drei Tore nach Eckbällen auf eine neue Qualität hindeuten. Manuel Prietl gegen St. Pauli, Voglsammer im Pokal und nun Joakim Nilsson waren jeweils auf diese Weise erfolgreich.

Offensiv ist die Arminia, deren sieben Tore aktuell ligaweit den Top-Wert darstellen, auf jeden Fall augenscheinlich wieder eines der Top-Teams. Die bisherigen fünf Gegentore (1,67 im Schnitt) sind aber fraglos zu viel und im Vergleich zur Vorsaison mit 50 Gegentreffern in 34 Partien (1,47 im Schnitt) bislang eine Verschlechterung. Nun gilt es für Trainer Uwe Neuhaus, die richtige Balance zu finden. Dann ist der Arminia auch längerfristig wieder eine gute Rolle zuzutrauen.

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