Darmstadt 98: Noch eine Chance für Florian Kohfeldt?

Kein klares Bekenntnis zum Trainer

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 08.11.26 | 07:26
© IMAGO / HMB-Media

Zunehmend im Fokus: Florian Kohfeldt. © IMAGO / HMB-Media

Zwei Unentschieden in Folge zu Hause gegen den FC St. Pauli (0:0) und den 1. FC Magdeburg (1:1) ließen den SV Darmstadt 98 in der 2. Bundesliga auf der Stelle treten, doch weil zwischen diesen beiden Partien mit einem nicht unbedingt zu erwartenden 2:0-Sieg bei der SV Elversberg der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals gelungen ist, war zumindest ein Anflug von Zuversicht zurück am Böllenfalltor.

Das 0:2 am Samstag beim 1. FC Nürnberg und damit die fünfte Niederlage im fünften Liga-Auswärtsspiel allerdings ließ die Lilien auf Tabellenplatz 17 stürzen, womit während der zweiten Länderspielpause der Ernst der Lage vollends klar ist.

Ob nach der zweiten Länderspielpause der Saison weiterhin Florian Kohfeldt auf der Darmstädter Trainerbank Platz nehmen wird, ist seit Spielschluss in Nürnberg Gegenstand von Spekulationen. Nicht zuletzt deshalb, weil Geschäftsführer Paul Fernie bei Sky ein Bekenntnis zu Kohfeldt schuldig geblieben ist und zugleich durchblicken ließ, dass die Mannschaft mehr Potential besitze als die Leistungen und der Tabellenstand vermuten lassen: „Wir sind sehr unzufrieden damit, wo wir momentan sind. Wir glauben, in der Mannschaft und drumherum steckt mehr drin.“

Analyse mit offenem Ausgang

Konkret über den Trainer sprechen wollte Fernie nicht, sondern kündigte an, sich mit Kohfeldt im Rahmen der turnusmäßigen Analyse am Tag nach dem Spiel austauschen zu wollen: „Wir werden bei uns bleiben, werden in unserem Rhythmus bleiben. Für uns gehört es dazu, nach jedem Spiel in die Analyse zu gehen.“

Mit seiner eigenen Situation und den Aussagen Fernies konfrontiert äußerte sich auch der vom Lilienblog zitierte Kohfeldt, dessen Aussagen zumindest vermuten lassen, dass hinter den Kulissen keine komplette Harmonie mehr herrscht: „Ich bin immer loyal zu diesem Verein. Aber jeder weiß genau, was besprochen war und wo wir jetzt stehen. Ich kämpfe in einem Moment, wo ich viel von mir aufgebe, um diesem Verein zu helfen. Ich hoffe, das können alle von sich sagen.“

Die angekündigte Analyse könnte so weit über das Nürnberg-Spiel hinausgehen und birgt in jedem Fall reichlich Spannung in sich. Von Rückendeckung für Kohfeldt inklusive der Chance, das Blatt bis Weihnachten zu wenden, bis hin zur sofortigen Trennung scheint alles möglich.

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