Energie Cottbus: Ein Coup mit Leonardo Bittencourt
Routinier vor Rückkehr
Bringt reichlich Erfahrung mit: Leo Bittencourt (l.). © IMAGO / Team 2
Während die Profis in ihrem nach dem Aufstieg wohlverdienten Sommerurlaub weilen, laufen bei Energie Cottbus die Zukunftsplanungen auf Hochtouren. Nicht von ungefähr, sondern weil das bisherige Aufgebot verstärkt werden muss, um in der 2. Bundesliga bestehen zu können und noch mehrere Planstellen zu besetzen sind.
Sieben bis acht weitere Neuzugänge neben den schon präsentierten Fousseny Doumbia (Eintracht Frankfurt) und Christian Kinsombi (Hansa Rostock) sind zu erwarten, wobei die nächste Vollzugsmeldung offenbar unmittelbar bevorsteht und in die Kategorie Transfercoup fällt. Denn nach Informationen der Bild steht der FC Energie kurz vor der Verpflichtung von Leonardo Bittencourt, dessen Vertrag bei Werder Bremen am 30. Juni ausläuft und der somit ablösefrei zu haben ist.
Medizincheck soll kurz bevorstehen
Bittencourt, dessen Vater Franklin einst schon für den FC Energie spielte und der selbst bis zu seinem 2,7 Millionen Euro teuren Wechsel anno 2012 zu Borussia Dortmund 13 Jahre lang in der Lausitz ausgebildet wurde, soll kurzfristig den obligatorischen Medizincheck in Cottbus absolvieren und dann einen Vertrag unterschreiben, der wohl über die aktive Karriere hinaus gehen wird. Der 32-Jährige soll nach dem Ende seiner Laufbahn direkt ins Management integriert werden, dürfte somit seine Zukunft längerfristig in Cottbus planen.
In Bremen war Bittencourt in der zurückliegenden Saison nur noch in einer Nebenrolle, kam aber immerhin in 17 Bundesliga-Spielen zum Zug und stand dabei fünf Mal in der Startelf. Insgesamt bringt der im Mittelfeld variabel einsetzbare Techniker die breite Erfahrung aus 304 Bundesliga-Partien mit, in denen für den in Leipzig geborenen Deutsch-Brasilianer 32 Tore und 36 Vorlagen notiert sind.
Davon ausgehend, dass Tolga Cigerci seinen auslaufenden Vertrag noch verlängert, kann Trainer Claus-Dieter Wollitz mit Blick auf Bittencourt und Tolcay Cigerci schon jetzt auf ein ebenso routiniertes wie mit reichlich fußballerischer Klasse ausgestattetes Mittelfeld bauen.
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