FC St. Pauli: Heerwagen statt Himmelmann im Tor?

Kauczinski hat sich bereits entschieden

Philipp Heerwagen

Comeback im St. Pauli-Tor? Philipp Heerwagen darf hoffen © Imago

Nach lediglich drei Tagen im Amt wird Markus Kauczinski am morgigen Sonntag im Heimspiel gegen den MSV Duisburg erstmals auf der Trainerbank des FC St. Pauli Platz nehmen. Nach den beiden herben Klatschen zuletzt bei der SpVgg Greuther Fürth (0:4) und bei Arminia Bielefeld (0:5) besitzt die erste Begegnung unter dem neuen Coach für die gefährlich nahe an die Abstiegszone gerückten Kiez-Kicker richtungsweisende Bedeutung.

Die aktuelle Negativserie von sieben sieglosen Spielen in Folge mit nur vier Punkten soll unbedingt noch vor Weihnachten gestoppt werden, wozu sich gegen Duisburg und in einer Woche gegen den VfL Bochum zweimal vor heimischem Publikum die Gelegenheit bietet.

Kauczinski verrät noch nichts

Weil zu Beginn der Woche Christopher Buchtmann und Mats Möller Daehli das Lazarett weiter vergrößert haben, besitzt Kauczinski vor seiner Premiere nur überschaubare Handlungsoptionen in personeller Hinsicht.

Das gilt indes nicht für die Torwartposition, auf der sich Philipp Heerwagen Hoffnung machen darf, den Vorzug vor Robin Himmelmann zu erhalten. „Ich habe eine Entscheidung getroffen, werde sie aber zunächst den Torhütern mitteilen“, wollte sich Kauczinski am Freitag auf Nachfrage der Morgenpost noch nicht in die Karten schauen lassen, wobei alleine das schon auf einen Torwartwechsel hindeutet.

Heerwagen in der Vorsaison ein Erfolgsgarant

Möglicherweise hat Kauczinski unabhängig davon, dass Himmelmann in den vergangenen beiden Partien neun Gegentore hinnehmen musste, die vergangene Saison im Hinterkopf. Damals rückte der heute 34-jährige Heerwagen ebenfalls im Dezember, konkret vor dem 15. Spieltag, für den damals allerdings verletzten Himmelmann zwischen die Pfosten und hatte in der Folge großen Anteil an der starken Rückrunde.

Dennoch entschied sich der vergangene Woche entlassene Trainer Olaf Janßen im Sommer für den sechs Jahre jüngeren Himmelmann als Nummer eins. Möglich, dass Kauczinski diese Reihenfolge nun aufbricht.

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