FC St. Pauli: Zukunftsgespräche mit Adam Dzwigala und Lars Ritzka
Defensiv-Duo aktuell nur bis Saisonende gebunden
Erfolgreiche Saisonpremiere gegen Wolfsburg: Lars Ritzka. © IMAGO / Nordphoto
Sechs Punkte aus den ersten fünf Spielen sind nach wie vor keine herausragende Zwischenbilanz, doch dank des am Samstag gegen den VfL Wolfsburg (1:0) eingefahrenen, ersten Saisonsieges scheint der Trend beim FC St. Pauli in die richtige Richtung zu gehen. Dass ausgerechnet gegen den Mitabsteiger und Aufstiegsfavoriten aus Niedersachsen der erste Dreier gelingen würde, war im Vorfeld nicht unbedingt zu erwarten. Auch deshalb nicht, weil Trainer Marcel Rapp auf zwei Drittel seiner Dreierkette verzichten musste.
Da der erkrankte Marcus Mathisen und der bei seiner hochschwangeren Frau im Krankenhaus weilende Tomoya Ando unpässlich waren, entschied sich Rapp für eine Umstellung auf eine Viererkette. Neben David Nemeth, der aus der Stamm-Dreierkette verblieben war, lief im Abwehrzentrum etwas überraschend Lars Ritzka auf, der in erster Linie eine Option für die linke Abwehrseite ist, aber dennoch den Vorzug vor Adam Dzwigala erhielt. Der 30-jährige Pole war damit dem Vernehmen nach nicht wirklich glücklich, trug nach seiner Einwechslung in der 67. Minute für Ritzka aber dann auch zum Erfolg bei.
Ritzka und Dzwigala in den ersten Saisonwochen außen vor
Sofern Mathisen und Ando am Sonntag bei Energie Cottbus wieder zur Verfügung stehen, droht sowohl Ritzka als auch Dzwigala die Rückkehr auf die Bank – wo beide an den ersten vier Spieltagen jeweils über 90 Minuten Platz nehmen mussten.
Ungeachtet ihrer aktuellen Reservistenrolle genießen Ritzka und Dzwigala auch mit ihrer Eigenschaft als Teamplayer hohe Wertschätzung am Millerntor. Wie es mit beiden über die laufende Saison hinaus weitergeht, ist derzeit aber noch offen. Laut dem Hamburger Abendblatt will Sportchef Andreas Bornemann im Herbst das Gespräch mit allen nur bis zum 30. Juni 2027 gebundenen Akteuren suchen, wozu auch Ritzka und Dzwigala gehören.
Dem Vernehmen nach fühlen sich beide auf St. Pauli durchaus wohl. Ohne eine für beide Seiten passende sportliche Perspektive ist eine Verlängerung aber dennoch keineswegs gewiss.
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