Greuther Fürth: Selbstbewusst auf dem Transfermarkt

"Wir sind kein Selbstbedienungsladen."

Rachid Azzouzi bei der SpVgg Greuther Fürth

Rachid Azzouzi plant eifrig den künftigen Kleeblatt-Kader. ©Imago images/Zink

Die Personalplanungen der SpVgg Greuther Fürth stehen in Zeiten von Corona wahrlich nicht still. Im Gegenteil, die Verantwortlichen um Sport-Geschäftsführer Rachid Azzouzi zeigen sich äußerst umtriebig. So zurrten sie bekanntlich die Verpflichtung von Anton Stach fest, trafen Entscheidungen über Spieler mit auslaufenden Verträgen und schauen sich nach entwicklungsfähigen Spielern um, was das Interesse an Omar Marmoush beweist.

Klare Linie

Das Kleeblatt kann dabei mit guten Argumenten aufwarten, auf Platz fünf stehend hat die Mannschaft in der laufenden Saison eine gute Entwicklung durchgemacht. Das einstige Markenzeichen, die Einbindung eigener Talente, welches lange Zeit verloren ging, lebt wieder auf, was an Jamie Leweling zu sehen ist. Der Offensivwirbelwind überzeugte – gleich mehrere Vereine sollen deswegen auf ihn aufmerksam geworden sein.

Früher oft als „Ausbildungsverein“ betitelt, zeigt die SpVgg allerdings nun bei solchen scheinbaren Avancen ein neues Selbstbewusstsein. „Ich muss mich doch sehr wundern, wenn ich so etwas lese“, sagt Azzouzi in der Bild (Ausgabe vom 12.5.2020) über das angeblich zahlreiche Interesse an Leweling. „Ich kann nur sagen, wir sind kein Selbstbedienungsladen.“

Die Mittelfranken planen mit Leweling, der noch einen Vertrag bis 2022 plus Option besitzt. Mit weiteren jungen Spielern wie Maximilian Bauer könnte er künftig das Gesicht des Klubs bilden. Sollte das Interesse zunehmen, müsste ein Leweling-Transfer zumindest wirtschaftlich kompensiert werden. Die SpVgg habe bei ihm „sicher nichts zu verschenken“, stellt Azzouzi klar.