Hertha BSC: Dawid Kownacki ohne Zukunft in Berlin?
Kaufpflicht greift nur im Aufstiegsfall
Hat die Erwartungen in Berlin bisher nicht erfüllt: Dawid Kownacki. © IMAGO / Matthias Koch
Bei Preußen Münster hat Hertha BSC am gestrigen Sonntag nach dem Erfolg in der Vorwoche zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg zwar den zweiten 2:1-Sieg in Folge gelandet, doch bei weiterhin acht Punkten Rückstand auf den dritten Platz sind die Berliner Hoffnungen auf eine Aufholjagd im Aufstiegsrennen nach wie vor überaus gering,
Ändern würde sich daran wohl nur dann etwas, wenn die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl bis zur Länderspielpause gegen den VfL Bochum und bei Fortuna Düsseldorf zwei weitere Dreier nachlegt. Ansonsten könnten Ende März schon die Planungen für die nächste Zweitliga-Saison forciert werden, die in vielerlei Hinsicht Spannung versprechen.
Während hinter der Zukunft von Trainer Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber mehr oder weniger große Fragezeichen stehen, könnten einige Leistungsträger das Weite suchen, um künftig erstklassig spielen zu können.
Kownacki bisher mit überschaubarer Quote
Ein Spieler, der wohl auch nur im momentan nicht wirklich wahrscheinlichen Aufstiegsfall eine Zukunft in der Hauptstadt haben dürfte, ist Dawid Kownacki. Der 28 Jahre alte Pole ist von Werder Bremen inklusive einer Kaufpflicht ausgeliehen, die aber nur dann greift, wenn die Berliner aufsteigen. Dann würde dem Vernehmen nach eine Ablöse von 2,5 bis drei Millionen Euro fällig, die sich Hertha BSC bei einem Verbleib in der 2. Bundesliga kaum leisten kann – und mit Blick auf Kownackis bisherigen Arbeitsnachweis vermutlich auch nicht leisten will.
15 Mal stand der Angreifer auf dem Feld, allerdings nur in acht Partien von Anfang an und verbuchte dabei drei Tore sowie eine Vorlage. Eine Sprunggelenksverletzung im Herbst und eine Rotsperre im Februar verhinderten mehr Spielzeit, doch auch wenn Kownacki mitmischen konnte wie 73 Minuten lang in Münster, hielt sich dessen Eigenwerbung in einem überschaubarem Rahmen. In jedem Fall konnte der siebenfache A-Nationalspieler (noch) nicht an seine Quote von 34 Toren in 95 Zweitliga-Spielen für Fortuna Düsseldorf anknüpfen.
Noch bleiben Kownacki zwar neun Partien, um auf sich aufmerksam zu machen. Doch nach aktuellem Stand wird Hertha BSC eine feste Verpflichtung kaum forcieren. Allenfalls dann, wenn der Saisonendspurt gelingt und Bremen zu einem finanziellen Entgegenkommen bereit ist, scheint ein fixer Transfer denkbar.
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