Holstein Kiel: Ein lukratives Angebot für Phil Harres?
Drei Routiniers vor dem Abschied
Neun Tore und vier Vorlagen in dieser Saison: Phil Harres. © IMAGO / Susanne Hübner
Gegen den 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden will Holstein Kiel im Saisonfinale den aktuellen Lauf von 16 Punkten aus den jüngsten sechs Partien schon alleine deshalb fortsetzen, damit angesichts der noch vorhandenen Abstiegssorgen der beiden Gegner gar nicht erst der Verdacht einer Wettbewerbsverzerrung aufkommen kann.
Und dennoch können die Störche mit mittlerweile 16 Zählern und dem sicheren Klassenerhalt in der Tasche weitaus entspannt in die Partien gehen als es noch in den vergangenen Wochen der Fall war. Der Fokus von Geschäftsführer Olaf Rebbe liegt so inzwischen auch schon stärker auf der Zukunft als auf der Gegenwart, gilt es mit Blick auf den Sommer doch Personalentscheidungen zu treffen oder zumindest vorzubereiten.
Über allem steht natürlich die Trainerfrage. Ob Tim Walter nach seiner erfolgreichen Rettermission an Bord bleibt, ist weiterhin offen. Klar dürfte aber sein, dass sich der 50-Jährige nur dann von einem Verbleib überzeugen lassen würde, wenn die Perspektive stimmt – also ein Kader zusammengestellt wird, dem ein Mitmischen im vorderen Tabellendrittel zuzutrauen ist.
Angebote für Leistungsträger denkbar
Nicht mehr zum Kieler Aufgebot der kommenden Saison zählen werden aller Voraussicht nach drei Routiniers. Die Innenverteidiger Patrick Erras und Carl Johansson, die verletzungsbedingt schon länger kaum noch eine Rolle gespielt haben, erhalten keine neuen Verträge mehr. Und auch beim erst im vergangenen Sommer als Führungskraft geholten, als solche auf dem Feld aber nie wirklich angekommenen Stefan Schwab stehen die Zeichen laut den Kieler Nachrichten trotz einer Verlängerungsoption auf Abschied.
Abzuwarten bleibt derweil, ob für den einen oder anderen Stammspieler mit Potential für mehr als die 2. Liga Angebote ins Haus flattern. John Tolkin und Alexander Bernhardsson sind in diesem Zusammenhang heiße Kandidaten.
Und Phil Harres, mit neun Toren und vier Vorlagen in 31 Einsätzen interner Top-Scorer, wird vom St. Galler Tagblatt mit dem FC St. Gallen in Verbindung gebracht. Der Angreifer, der fünf seiner neun Tore an den letzten sechs Spieltagen erzielt hat, besitzt in einem noch längerfristig laufenden Vertrag keine Ausstiegsklausel. Kiel sitzt dementsprechend am längeren Hebel und würde kaum für kleines Geld die Freigabe erteilen.
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