Holstein Kiel: Endlich wieder ein Torfestival

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison mehr als zwei Tore erzielt

Alexander Mühling

Alexander Mühling erzielte in Wiesbaden seine beiden ersten Saisontore. © imago images / Schreyer

In den vergangenen Jahren stand Holstein Kiel sowohl unter Trainer Markus Anfang als auch unter dessen Nachfolger Tim Walter für ebenso attraktiven wie offensiven Fußball. Das Ergebnis war, dass die Störche 2017/18 mit 71 Toren (2,09 im Schnitt) und 2018/19 mit 60 Treffern (1,76 im Schnitt) zu den torgefährlichsten Teams der 2. Bundesliga zählten.

Im ersten Drittel der laufenden Saison ließ Kiel dann aber unter dem nach sechs Spieltagen entlassenen Andre Schubert ebenso die Offensivwucht der Vorjahre vermissen wie unter dessen Nachfolger Ole Werner. Lediglich 15 Tore erzielten die Störche an den ersten 13 Spieltagen (1,15 im Schnitt) und zählten damit ligaweit zu den harmloseren Mannschaften.

Bis zum gestrigen Samstag, an dem mit einem 6:3 beim SV Wehen Wiesbaden der Knoten wieder einmal richtig geplatzt ist. Erst zum zweiten Mal erzielte Kiel dabei in dieser Saison mehr als zwei Tore – zuvor nur beim 3:0 in Fürth am achten Spieltag. 2017/18 trafen die Störche in elf von 34 Saisonspielen mindestens dreifach und in der vergangenen Spielzeit immerhin noch in neun Begegnungen.

Drei Akteure mit dem ersten Saisontor

Hoffnung auf künftig wieder mehr Treffer machen neben der Erfolgserlebnisse der Angreifer Janni Serra und Emmanuel Iyoha vor allem auch die jeweils ersten Saisontore der Mittelfeldspieler Jonas Meffert, Salih Özcan und Alexander Mühling. Mühling traf sogar doppelt und beendete damit eine lange und für den durchaus torgefährlichen Achter auch ungewöhnliche Flaute. 2018/19 war Mühling mit acht Treffern noch der zweitbeste Schütze hinter Serra (10) und so ein nicht unwesentlicher Faktor im Kieler Offensivspiel.

Am kommenden Wochenende bei Dynamo Dresden gilt es nun unter Beweis zu stellen, dass tatsächlich der offensive Schlüssel wiedergefunden wurde. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich Dresden als härtere Nuss präsentieren und weitaus weniger Fehlen machen wird als Wehen Wiesbaden, die freilich auch erst einmal genutzt werden mussten.

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